Wohnimmobilien-Preise steigen weiter, Büroimmobilien entwickeln sich stabil
ID: 763498
- vdp-Immobilienpreisindizes zeigen im dritten Quartal 2012 je
nach Objektart moderate bis kräftige Steigerungsraten
Die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen in Deutschland
sind im 3. Quartal 2012 weiter gestiegen, auch der Aufwärtstrend bei
den Mieten hielt sowohl bei Wohn- als auch bei Büroflächen an. Die
vdp-Immobilienpreisindizes zeigen für das 3. Quartal in Abhängigkeit
von der Objektart moderate bis kräftige Steigerungen. Besonders
kräftig fiel der Anstieg bei den Eigentumswohnungen aus; hier stiegen
die Preise gegenüber dem vorangegangenen Vierteljahr um 1,3 % bzw.
gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 4,1 %. Zu einem
ebenfalls deutlichen Anstieg kam es bei den Wohnungsmieten, deren
Entwicklung der vdp in einem eigenen Teilindex ermittelt. Die
Wohnungsmieten erhöhten sich um 1 % gegenüber dem Vorquartal bzw. um
2,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Deutlich gemäßigter verlief der
Preisanstieg bei den Eigenheimen (+ 0,1 % zum Vorquartal und 2,3 %
zum Vorjahresquartal) sowie den Büromieten (+ 0,2 % zum Vorquartal
bzw. 2,9 % zum Vorjahresquartal).
Die Konzentration des Preisanstiegs auf Eigentumswohnungen und
Wohnungsmieten geht einher mit der Beobachtung, dass sich das
Immobilieninteresse in den letzten Jahren vornehmlich auf städtische
Wohnungsmärkte richtet. Anders als für ländliche Gebiete sind für
Städte - unabhängig von den durchaus bestehenden zwischenörtlichen
Differenzen - in der Summe nennenswerte Einwohnerzuwächse zu
verzeichnen. Bei einer zwar steigenden, aber immer noch
vergleichsweise geringen Neubautätigkeit haben diese Zuwächse in der
Summe zu einer spürbaren Marktanspannung geführt. Hinzu kommt das im
Zuge der Kapitalmarktentwicklung und der Finanzkrise deutlich
gestiegene Interesse an Immobilien als Kapitalanlage. Die Konsequenz
sind steigende Wohnungsmieten und steigende Preise für
Eigentumswohnungen. "Die parallele Entwicklung der Preise für
Eigentumswohnungen und der Neuvertragsmieten für Wohnflächen ist ein
wichtiges Indiz für die Stabilität des Wohnungsmarktes. Der
anhaltende Preisanstieg ist nach wie vor fundamental gut begründet.
Die Gefahr einer Preisblase für Deutschland insgesamt ist gering,
auch wenn einzelne Teilmärkte gegenwärtig eine sehr starke Belebung
zeigen", so Jens Tolckmitt, Hauptge-schäftsführer des vdp.
Die Märkte für Büroimmobilien stehen aktuell im Zeichen einer
schwächeren realwirtschaftlichen Entwicklung. Vor allem der
vergleichsweise geringe Mietanstieg reflektiert eine vorsichtige,
abwartende Flächennachfrage, die mit der gegenwärtigen und erwarteten
Konjunkturabschwächung korrespondiert. Eine ähnliche Situation ergibt
sich für den Investmentmarkt. Die gegenüber dem Vorquartal
unveränderten Liegenschaftszinssätze deuten auf ein Käuferverhalten
hin, das von einem Mangel an Marktphantasie und Wachstumsimpulsen
geprägt ist.
Hinweise:
Die Zeitreihen für die einzelnen Indizes sind auf der Webseite
www.pfandbrief.de des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken zu finden.
Alle vdp-Immobilienpreisindizes werden vierteljährlich von der
vdpResearch mittels hedonischer Verfahren errechnet. Grundlage der
Indizes ist die vdp-Transaktionsdatenbank. In diese fließen seit 2003
Daten zu Preisen und wertbestimmenden Faktoren von Immobilien
einfließen, die im Zusammenhang mit von Mitgliedsinstituten des vdp
finanzierten Immobilienkäufen gewonnen werden.
Anhang:
Grafiken zu vdp-Immobilienpreisindizes im Einzelnen
Pressekontakt:
Dr. Helga Bender
Verband deutscher Pfandbriefbanken
Tel. 030 20915-330
E-Mail: bender@pfandbrief.de
www.pfandbrief.de
Andreas Kunert
vdpResearch GmbH
Tel. 030 20622-917
E-Mail: kunert@vdpresearch.de
www.vdpresearch.de
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Datum: 15.11.2012 - 10:00 Uhr
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