Junge Fachkräfte sind nach Ausbildungsende oft nur kurz arbeitslos
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Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich an. Dabei handelt es
sich aber vielfach nur um eine kurze Zeit der Arbeitsuche nach dem
Abschluss der Ausbildung - das zeigen Zahlen der Bundesagentur für
Arbeit (BA). Im Juli 2012 waren bundesweit 300.900 junge Leute unter
25 Jahre arbeitslos. 58.700 von ihnen hatten sich im Laufe des Monats
gemeldet und besaßen eine abgeschlossene Berufsausbildung. Obwohl aus
der Statistik der BA nicht ersichtlich ist, ob diese jungen Leute
direkt aus einer Ausbildung kommen, ist davon auszugehen, dass dies
überwiegend der Fall ist. Es handelt sich dabei um ausgelernte
Azubis, die entweder nicht übernommen wurden oder eine
außerbetriebliche Ausbildung absolviert haben. Nach Ende der
Sommerpause stellen Unternehmen verstärkt ein. Viele junge Fachkräfte
finden im Zuge der Herbstbelebung einen Job oder eine Alternative. So
waren im Oktober 2012 noch 14.800 (ein Viertel) der 58.700
Jugendlichen, die im Juli arbeitslos wurden, arbeitslos gemeldet.
Knapp die Hälfte der nicht mehr Arbeitslosen nahm eine Beschäftigung
am ersten Arbeitsmarkt auf. Ein Drittel der Abmeldungen aus
Arbeitslosigkeit erfolgte wegen einer weiteren Ausbildung oder einer
Fördermaßnahme. Diese grundsätzliche Tendenz zeigt sich sowohl in
konjunkturell guten wie schwächeren Zeiten. Das zeigt ein Blick auf
die vergangenen Jahre: 2011 waren Ende Oktober noch 22,8 Prozent der
arbeitslosen Jugendlichen mit abgeschlossener Berufsausbildung
arbeitslos. Im Oktober 2010 waren es 25,0 Prozent. Nur im Krisenjahr
2009 waren es mit 31,1 Prozent etwas mehr. Der Abbau der
Jugendarbeitslosigkeit setzt sich in der Regel bis zum Jahresende
fort: Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl der nach der Ausbildung
arbeitslos gewordenen Jugendlichen bis Ende Dezember bis auf zwölf
Prozent abgebaut. Zwischen den Bundesländern gibt es jedoch
Unterschiede. Besonders deutlich fiel in diesem Jahr der Rückgang
arbeitsloser junger Fachkräfte in Schleswig-Holstein und Bayern aus;
hier waren Ende Oktober nur noch jeweils 16,9 Prozent der im Juli
gemeldeten Jugendlichen arbeitslos. Dagegen gelang es in Sachsen
(36,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (35,5 Prozent) den jungen
Fachkräften weniger, ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Mit diesen
Ergebnissen wird auch ein Forschungsergebnis des IAB untermauert: Im
Rahmen der Vorstellung des Handbuches Arbeitsmarkt 2012 hatten die
Forscher erst kürzlich darauf verwiesen, dass eine Berufsausbildung
langfristig den besten Start ins Berufsleben sichert.
Alle Informationen zur Statistik der BA finden Sie unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.
Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
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Datum: 15.11.2012 - 10:21 Uhr
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