Staatssekretär Kloos besucht Bundesdelegiertenversammlung / Bioland übergibt Resolution zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik
ID: 770431
sich bei der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2013
für den Ausbau des ökologischen Landbaus in Deutschland einzusetzen.
"Das selbst gesteckte Ziel der Bundesregierung, 20 Prozent der
Agrarfläche ökologisch zu bewirtschaften, ist mit der derzeitigen
Politik nicht zu erreichen", erklärt die Bundesdelegiertenversammlung
des Bioland e.V. in Fulda und übergibt BMELV-Staatssekretär Robert
Kloos eine entsprechende Resolution.
Bioland fordert in dem Papier, das Greening der Direktzahlungen
der 1. Säule konsequent und flächendeckend umzusetzen. Dafür sind
verbindliche und EU-einheitliche Kriterien festzulegen, die
Klimaschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz und Biodiversität
verbessern. Für die Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen in der
ländlichen Entwicklung (2. Säule) werden ausreichend Finanzmittel
benötigt. Bioland schlägt vor, Mitgliedsstaaten Umschichtungen von
der 1. Säule in die 2. Säule zu ermöglichen. "Nur wenn die
Agrarumweltmaßnahmen und der ökologische Landbau ausgebaut und zum
Schwerpunkt der 2. Säule gemacht werden, kann die Öko-Wende gelingen.
Um dieses Ziel zu erreichen, sollte der EU-Kofinanzierungssatz für
die Förderung des ökologischen Landbaus von 50 auf 80 Prozent
angehoben werden", fordert Bioland-Präsident Jan Plagge. Davon würden
insbesondere finanzschwache Bundesländer profitieren, denen damit
eine verlässliche Honorierung der Ökobetriebe ermöglicht werde. Die
Flächenförderung des ökologischen Landbaus sollte zudem als
obligatorische Maßnahme in den Länderprogrammen verankert werden.
In der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung kommt dem
ökologischen Landbau eine besondere Rolle zu: "Er [der Ökolandbau]
erhält und schont die natürlichen Ressourcen, hat vielfältige
positive Auswirkungen auf Natur und Umwelt und dient der Erzeugung
qualitativ hochwertiger Lebensmittel." Diese gesellschaftlichen
Leistungen werden derzeit nicht vollständig über die Preise
abgedeckt. Zusätzlich wird eine nach wie vor steigende Nachfrage nach
Biolebensmitteln immer weniger mit heimischer Ware gedeckt.
Die EU-Agrarreform muss daher die Rahmenbedingungen für den
ökologischen Landbau verbessern. Nur so kann er einen Beitrag zur
Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen leisten.
Pressekontakt:
Bioland Bundesverband
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
Pressestelle, Gerald Wehde
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 - 20, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 - 27
presse@bioland.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.11.2012 - 12:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 770431
Anzahl Zeichen: 2793
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz / Fulda
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 195 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Staatssekretär Kloos besucht Bundesdelegiertenversammlung / Bioland übergibt Resolution zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bioland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) ist ein wichtiges Thema auf der Agrarministerkonferenz in Lübeck. Neben Bundesagrarministerin Ilse Aigner und allen Landesagrarministern wird am 8. Oktober auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos erwartet. Bisher verteidigt die Bundesregierung den Status quo
Agrarministerkonferenz vom 6. bis 8.10. / Bioland und Greenpeace fordern reines Saatgut ohne Gentechnik / Anträge der Bundesländer Bayern und Hessen für einen Verschmutzungsgrenzwert müssen gestop ...
Für Saatgut gilt in der EU ein Reinheitsgebot. Verunreinigungen mit Gen-Saaten sind verboten. Danach darf Saatgut nicht vermarktet werden, wenn es auch nur minimale Spuren Gentech-Sorten enthält. Diese strengen Regelungen wollen nun die Länder Bayern und Hessen mit ihren Anträgen an die Agra
Mehr Biolandbau ist vorbeugender Hochwasserschutz / Bundesregierung muss 20 Prozent-Ziel im Biolandbau umsetzen ...
Eine Ausdehnung der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland könnte einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz leisten. Vergleichsuntersuchungen des Julius Kühn-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, zeigen, dass das Wasserrückhaltepotential von ökologisch
Weitere Mitteilungen von Bioland e.V.
DBU für umweltgerechte Reinigung bei Schiffen - Thema in Führerscheinausbildung? / Umweltschutz in Köpfen verankern: Sportschiffe ökologisch reinigen ...
Sie schippern auf hoher See und sehen dabei gut aus: Sportschiffe werden immer beliebter. Weniger schön ist das, was sie im Meer, in Flüssen und Seen zurücklassen: "Oft verwenden ihre Besitzer zu intensiv Reinigungsmittel - das belastet die Umwelt", sagt Hermann Lohmann, GeschäftsfÃ
UN-Klimakonferenz: Kanzlerin muss aus Klima-Schlaf erwachen / Greenpeace fordert Deutschland und EU zu starkem Engagement auf ...
Zu Beginn der 18. UN-Klimakonferenz in Katar (COP18) fordert Greenpeace Bundeskanzlerin Merkel auf, ihre Zurückhaltung beim internationalen Klimaschutz aufzugeben und sich für eine progressive Rolle der EU während der Verhandlungen einzusetzen. "Bundeskanzlerin Merkel hat den internation
Doha: Klimaschutz nicht in die Wüste schicken WWF fordert konkrete Fortschritte in Doha ...
Morgen startet im arabischen Emirat Katar die UN-Weltklimakonferenz (COP 18). Dort werden die Klimaverhandlungen für ein neues weltweit verbindliches Klimaabkommen ab 2020 weitergeführt. Zugleich steht die Fortführung des Kyoto-Protokolls in einer zweiten Verpflichtungsperiode und die Fortschr
Beginn der Klimakonferenz in Doha: BUND fordert stärkere Anstrengungen beim Klimaschutz ...
"Die internationale Staatengemeinschaft muss in Doha einen neuen Versuch starten, um die prognostizierte Aufheizung der Erdatmosphäre um zwei Grad oder mehr zu verhindern. Gelingt das nicht, werden sich extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren häufen, mit fatalen Folgen




