Das Haus der Zukunft
ID: 771943
Sonnenhäuser verursachen niedrige Energiekosten
„Das Sonnenhaus-Institut möchte mit seinen Häusern einen Anreiz schaffen, alle Häuser mit Solaranlagen auszubauen und diese Entwicklung möglichst vorantreiben. Den Mietern eines solchen Hauses können das ganze Jahr über stabile Warmmieten angeboten werden und eine unüberschaubare Nebenkostenabrechnung bleibt ihnen erspart“, schreibt Marco Fendt, Betreiber von www.bauunternehmen24.net, in einem Artikel auf seiner Webseite.
Großflächige Solaranlagen gewährleisten eine große Wärmeabdeckung für ein Sonnenhaus. Eingebaut werden auch hoch dimensionierte Puffer mit mehreren Kubikmetern zur Überbrückung in einer Schlechtwetterphase. Lediglich in den Monaten November bis März soll zusätzlich mit Holz geheizt werden. In der Regel werden Flächenheizungen, wie zum Beispiel Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen, mit einer niedrigen Vorlauftemperatur gewählt, die keine zentrale Lüftungsanlage benötigen.
1989 wurde das erste komplett mit Sonnenenergie beheizte Wohnhaus in Europa gebaut. Es befand sich in der Schweiz. Ebenfalls in der Schweiz wurde 2007 das erste Mehrfamilien-Sonnenhaus von Josef Jenni gebaut. „Seit Jahresbeginn wird in Schleswig-Holstein das bisher größte Mehrfamilienhaus, mit 18 Mietparteien mit einem Jahreswärmebedarf von 75 Prozent durch Solarenergie, unter der Basis-Anleitung des Sonnenhaus-Instituts erstellt. Beim Sonnenhaus speichert ein enorm großer Wassertank die unschätzbare Sonnenkraft als solare Wärme und gibt sie direkt an den Verbraucher ab“, sagt Marco Fendt.
Bei Sonnenhäusern werden die Energiekosten so gering wie möglich gehalten. Mehr als zehn Prozent der Sonnenhäuser, die im vergangenen Jahr gebaut wurden, umfassen drei oder mehr Wohneinheiten.
Das Solardach ist steil nach Süden ausgerichtet und das Haus ist mit einem in den Wohnbereich integrierten Wassertank versehen. Jährlich werden 200 bis 300 Kilowattstunden Strom zusätzlich für die Pumpen benötigt. „Fenster und Wintergärten sind nicht nur Wärme- und Lichtspender, sondern auch eine enorme Wärmeverlustquelle, wenn die Sonne mal nicht scheint. Ein neues Konzept mit thermischen Fenstern und ein realistisches Maß an Dimensionierung sind beim Sonnenhaus gefragt“, so Marco Fendt Um eine Überhitzung zu vermeiden, sollte ein Sonnenschutz oder Rolladen vorhanden sein, die bei hoher Sonneneinstrahlung aktiviert werden können. Auch an kalten Tagen komme ein Sonnenhaus über mehrere Tage oder sogar Wochen mit der gespeicherten Solarwärme aus. Eine Lüftungsanlage sei im Sonnenhaus nicht notwendig. Das Lüften über die Fenster reiche vollkommen aus, so Marco Fendt.
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Datum: 28.11.2012 - 09:23 Uhr
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