Helga Paris. Fotografie.
ID: 773670
Premiere der monografischen Tourneeausstellung von Helga Paris des Instituts für Auslandsbeziehungen am 7.12. in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig
Ihre empathischen Bilder verlassen den formellen Rahmen einer "Sozialstudie" bei Weitem. Paris arbeitet in jedem einzelnen Porträt die ganz besondere Persönlichkeit des Gegenübers heraus und verleiht damit den Individuen hinter ihren sozialen und gesellschaftlichen Rollen das menschlich Einzigartige.
Nach dem Fall der Berliner Mauer begann für die Fotografin eine Phase der intensiven Auseinandersetzung mit eigenen, frühen Kriegs- und Nachkriegserfahrungen auch diese Werkgruppen werden in der Ausstellung vorgestellt.
Helga Paris arbeitete, bis auf wenige Ausnahmen, ausschließlich im Eigenauftrag. Ein Markt für Bilder dieser Art existierte in der DDR nicht. Dennoch war ihr Werk schon zu DDR-Zeiten außerordentlich populär. Dank ihrer besonderen Fähigkeit, vernachlässigte Straßenzüge und verfallende Häuser mit der gleichen mitfühlenden und zärtlichen Strenge zu fotografieren wie Kneipenbesucher und spielende Kinder, gab und gibt Paris den Menschen und Dingen eine besondere Würde.
Helga Paris ist Mitglied der Akademie der Künste und wurde mit dem Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie ausgezeichnet.
Mit dieser bisher umfangreichsten Ausstellung und der sie begleitenden Publikation knüpft das ifa an die 2004 im Sprengel Museum Hannover gezeigte Präsentation und die aus diesem Anlass erschienene Monographie an.
Helga Paris. Fotografie.
Eröffnung: 7.12.2012, 19 Uhr
Pressevorbesichtigung ab 18 Uhr
Ausstellung:
8.12.2012 27.1.2013
Galerie für Zeitgenössische Kunst 2
Karl-Tauchnitz-Straße 911
D-04107 Leipzig, www.gfzk-leipzig.de
T: +49 341 140 81-0, -26 (Kasse)
Öffnungszeiten: DiFr 1419, Sa/So 1218 Uhr
Eintritt: 5, ermäßigt 3
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, "Fotografie", Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen, 2012. 208 S. dt. / engl. Konzeption: Inka Schube, Texte: Inka Schube, Helga Paris.
Nach den Ausstellungen Sibylle Bergemann. Photographien, Barbara Klemm. Helldunkel. Fotografien aus Deutschland und Arno Fischer. Fotografie setzt das ifa seine monografische Reihe zu deutschen Fotografinnen und Fotografen fort. Die Ausstellung Helga Paris. Fotografie ist die vierte in dieser Reihe. Die vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) konzipierte Ausstellung hat in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig Premiere und wird anschließend auf Welttournee gehen. Erste Auslandsstation ist Georgien.
Fotos zur Ausstellung
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Datum: 29.11.2012 - 16:50 Uhr
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