Neuer Forschungsbericht zu vernachlässigten Armutskrankheiten
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Investitionen in die Forschung steigen auf drei Milliarden US-DollarMittel für Erforschung von Aids-Prävention sinken jedoch
"Täglich sterben mehr als 37.000 Menschen an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten hauptsächlich in den ärmsten Ländern der Welt, vor allem weil hier eine große Forschungslücke klafft", sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Daher begrüße ich, dass international mehr Mittel für die Forschung und Entwicklung von neuen Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel Impfstoffe, investiert werden".
Erforschung von HIV-Prävention wichtig
Im gleichen Zeitraum sind jedoch internationale Investitionen für die Forschung und Entwicklung im Bereich HIV und Aids um 55 Millionen US-Dollar auf 1,03 Milliarden US-Dollar gesunken. "Gerade beim Schutz vor einer HIV-Infektion besteht nach wie vor ein großer Handlungsbedarf", betont Renate Bähr. "Trotz der jüngsten Erfolge im Kampf gegen Aids entfallen noch immer sieben von zehn Neuinfektionen auf Afrika südlich der Sahara. Da Frauen dort besonders betroffen sind, brauchen sie Präventionsmethoden wie Mikrobizide oder Aids-Impfstoffe, mit denen sie sich unabhängig von der Zustimmung ihres Partners vor HIV schützen können."
Vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten
Vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten sind Krankheiten, die vor allem Menschen in Entwicklungsländern treffen und zu deren Bekämpfung es keine hinreichende Forschung und Entwicklung gibt. Zu diesen Krankheiten gehören 17 von der Weltgesundheitsorganisation benannte Tropenkrankheiten, zum Beispiel Dengue-Fieber, die Schlafkrankheit, HIV und Aids, Tuberkulose und Malaria. Millionen von Menschen, die hauptsächlich in ärmeren Ländern leben, werden derzeit von medizinischen Fortschritten bei Prävention, Diagnose und Behandlung ausgeschlossen.
Hier finden Sie den neuen G-Finder (englischsprachig) http://www.policycures.org/g-finder2012.html
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Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte sowie Gesundheitsinitiativen in Ostafrika und Asien.
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Ute Stallmeister
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Datum: 04.12.2012 - 12:06 Uhr
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