3. Quartal 2012: Arbeitskosten steigen um 0,7 % zum Vorquartal
ID: 778838
geleistete Arbeitsstunde im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum
zweiten Quartal 2012 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 %
gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt,
erhöhten sich dabei die Kosten für Bruttoverdienste um 0,4 %, die
Lohnnebenkosten um 1,8 %. Im Vergleich zum dritten Quartal 2011
stiegen die Arbeitskosten im dritten Quartal 2012 kalenderbereinigt
um 3,3 %.
Der im Vergleich zu den Bruttoverdiensten stärkere Anstieg der
Lohnnebenkosten im Vorquartalsvergleich ist durch eine höhere Anzahl
von Krankheitstagen begründet, die zu höheren Kosten für die
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall führten.
Mit + 4,6 % sind die Kosten für eine geleistete Arbeitsstunde im
Produzierenden Gewerbe im dritten Quartal 2012 gegenüber dem
Vorjahresquartal überdurchschnittlich gestiegen. In den einzelnen
Branchen entwickelten sich die Arbeitskosten wie folgt: Bergbau + 9,6
%, Verarbeitendes Gewerbe + 4,8 %, Energieversorgung + 3,9 %,
Wasserversorgung + 4,5 % und Baugewerbe + 3,8 %. Ein Grund hierfür
waren hohe Tarifabschlüsse, die zu Zuwächsen bei den
Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten führten. Zudem ist die Anzahl
der geleisteten Arbeitsstunden zurückgegangen, da sowohl die
bezahlten Überstunden als auch die regelmäßige Arbeitszeit rückläufig
waren.
Für das zweite Quartal 2012 liegen für 25 der 27 Mitgliedstaaten
der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im
Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Damit können
erstmalig Ergebnisse nicht nur für die Privatwirtschaft sondern auch
für den gesamten Dienstleistungsbereich veröffentlicht werden. Nach
diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit
im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2011
kalenderbereinigt um 2,7 %. In der gesamten EU war der
durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten im zweiten Quartal 2012
mit + 1,8 % niedriger. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU
wiesen Rumänien (+ 7,1 %), Finnland (+ 4,9 %), Lettland (+ 4,8 %) und
Bulgarien (+ 4,8 %) auf. Irland (+ 0,4 %), die Niederlande (+ 0,5 %)
und Spanien (+ 0,5 %) hatten ein besonders geringes Wachstum der
Arbeitskosten. In Portugal gingen die Arbeitskosten sogar um 4,0 %
zurück. Daten für Griechenland und die Tschechische Republik lagen
nicht vor.
Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des
Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen
und daher nicht währungsbereinigt.
Methodische Hinweise
Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des
Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der
Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden
Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei
Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich
geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.
Revisionen in den Datenquellen, die für die Berechnung des
Arbeitskostenindex genutzt werden, führen zu Anpassungen der
Wachstumsraten des Arbeitskostenindex. Dadurch hat sich für das erste
Quartal 2012 die saison- und kalenderbereinigte Wachstumsrate des
Arbeitskostenindex im Vergleich zum Vorquartal von + 0,2 % auf + 0,4
% geändert.
Zu den Arbeitskostenindizes nach Wirtschaftszweigen können
detaillierte Daten und Zeitreihen über die Tabelle 62421-0001 in der
Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Daten für den europäischen Vergleich stellt der Europäische
Datenservice (EDS) unter www.eds-destatis.de zur Verfügung.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weiteren Zusatzinformationen und -funktionen, ist im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte gibt:
Hannah Alter, Telefon: (0611) 75-4589, www.destatis.de/kontakt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.12.2012 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 778838
Anzahl Zeichen: 4566
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Wiesbaden
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 178 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"3. Quartal 2012: Arbeitskosten steigen um 0,7 % zum Vorquartal"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024 - 3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal - Starke regionale Unterschiede in der Altersverteilung - Größter Arbeitsanteil entfällt auf Kinder- und Jugendgesundheit Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27 225
Wintersemester 2025/2026: 8 % mehr Gaststudierende an Hochschulen als im Vorjahr / 36 000 Gaststudierende an deutschen Hochschulen ...
Im Wintersemester 2025/2026 haben 36 000 Gasthörerinnen und Gasthörer Lehrveranstaltungen an den deutschen Hochschulen besucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 8 % mehr Gaststudierende als im Wintersemester 2024/2025 (33 200), aber immer noch weniger als vor der Coron
Tourismus in Deutschland im April 2026: 3,1 % weniger Übernachtungen als im Vorjahr ...
Gästeübernachtungen, April 2026 39,5 Millionen -3,1 % zum Vorjahresmonat Im April 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 39,5 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 3,
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
Mit Praxiserfahrung erfolgreicher studieren / An der Euro-FH profitieren Studierende von der Anerkennung beruflicher Qualifikationen und der Verknüpfung von Theorie und Praxis ...
Studierende, die bereits über Praxiserfahrung verfügen, schließen ihr Studium im Schnitt früher und erfolgreicher ab als ihre Kommilitonen, die noch keinen Einblick in das Berufsleben hatten. Das belegen die Ergebnisse einer diesjährigen empirischen Untersuchung des Bundesinstituts für Beru
Mitmachen ist Ehrensache: Randstad Initiative stärkt ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter (BILD) ...
Das Ehrenamt steht in Deutschland hoch im Kurs. 2012 engagierten sich laut einer Studie des IfD Allensbach fast 12 Millionen Deutsche freiwillig im Dienste der Allgemeinheit. Auch Unternehmen fördern das Ehrenamt - so setzt sich Randstad mit der Initiative 'Ehrensache' für das Enga
BA-Chef Weise: Jugendgarantie ist ein gutes Signal ...
Eine europaweite Jugendgarantie, wie sie vom EU-Kommissar Andor aktuell vorgeschlagen worden ist, könnte auch in Deutschland positiv wirken. Diese Meinung vertritt der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. "Es wäre ein gutes Signal, wirklich alle Anstren
Gesunder Rücken am Schreibtisch: Bewegung ist das A und O / BGW: Sitzposition verändern, häufiger stehen und Gymnastik tun der Wirbelsäule gut ...
Ergonomische Büromöbel können Schreibtisch-Arbeitern helfen, dass langes Sitzen nicht in Rückenschmerzen endet. Der Schlüssel zu einem gesunden Rücken ist jedoch Bewegung, berichtet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Millionen von Menschen in De




