Klimakonferenz in Doha: "Mini-Kompromiss ist ein Schlag ins Gesicht für die ärmsten Menschen"
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Gesicht für die Menschen in den ärmsten Staaten dieser Welt, die am
wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben und am meisten von seinen
Auswirkungen betroffen sind", sagte Karl-Otto Zentel, Generalsekretär
von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. nach dem heutigen Abschluss des
Weltklimagipfels in Doha. Trotz der Einigung auf eine Verlängerung
des Kyoto-Protokolls bis 2020 sind die Ergebnisse weit hinter den
Erwartungen zurück geblieben. "Für viele Entwicklungsländer sind die
Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt Realität. Häufiger
auftretende Dürren oder Fluten kosten unzählige Menschenleben,
verschärfen die Armut und schränken die Chancen auf ein besseres und
würdevolleres Leben für kommende Generation ein. Der Klimawandel
entwickelt sich immer mehr zur größten sozialen Ungerechtigkeit
unserer Zeit", so Zentel.
Der ausbleibende politische Ehrgeiz in Doha hat den Weg für eine
Erderwärmung von 4 bis 6 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts
freigemacht. Unzureichende Zusagen, Emissionen zu senken und
Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell zu
unterstützen, führten damit in eine "neue Ära" des Klimawandels, so
Zentel. In dieser "neuen Ära" würde - etwa mit dem zögerlichen
Aufbau eines internationalen Mechanismuses bei Schäden durch den
Klimawandel - anerkannt, dass es für Anpassung häufig bereits zu spät
ist und die Industrieländer hierfür die Verantwortung übernehmen
müssen.
"Die Industrieländer sind ohne konkrete Angebote für die
Finanzierung der Schadensminderung im Gepäck nach Doha gereist. Die
Lücke zwischen den notwendigen Maßnahmen und dem fehlenden
politischen Ehrgeiz klafft größer denn je", sagte Zentel. Die
aktuellen und fortlaufenden Verzögerungen in den Klimaverhandlungen
resultieren damit in Schäden, die katastrophale Auswirkungen für die
Entwicklung derzeitiger und zukünftiger Generationen haben werden.
"Die Industriestaaten müssen jetzt einen Gang zu legen, um bei den
Klimaverhandlungen in Warschau nächstes Jahr ein besseres Ergebnis zu
erzielen. Die Minister und ihre Regierungen müssen neue und konkrete
Vorschläge auf den Tisch legen, um einen sichereren Planeten für alle
Menschen zu schaffen."
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Johanna Mitscherlich
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Datum: 08.12.2012 - 23:00 Uhr
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