Umfrage: Deutsche Anlegerüberschätzen ihre Zinserträge
ID: 784606
Jahren erreicht hat, parken die Deutschen ihr Geld nach wie vor auf
Sparbüchern, Fest- und Termingeldkonten. Dass dabei ein realer
Wertverlust entsteht, ahnen die meisten nicht. Denn knapp zwei
Drittel der Anleger können die Höhe ihrer Zinserträge nicht richtig
einschätzen. Bei den Aktienkursen sind die Deutschen wieder
optimistischer. Jeder Fünfte (21 Prozent) rechnet mit einem
Kursanstieg in den nächsten sechs Monaten. Dies geht aus einer
Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im vierten Quartal
2012 hervor.
Höhe der Zinserträge wird überwiegend falsch eingeschätzt
Angesichts der Schuldenkrise flüchten viele Deutsche in als sicher
betrachtete, aber niedrig verzinste Anlagen. Das Problem dabei: Sie
schätzen den Zinssatz für sichere Anlagen überwiegend zu hoch ein
oder können dazu keine Angabe machen. So vermuten 44 Prozent der
Befragten auf ihren Sparkonten oder Sparbüchern eine Verzinsung von
einem bis drei Prozent. An eine Verzinsung von drei Prozent und mehr
glauben drei Prozent der Befragten. Für 17 Prozent ist eine
Einordnung des Zinssatzes nicht möglich. Jedoch werden Spareinlagen
am Markt derzeit nur mit 0,63 Prozent im Durchschnitt verzinst. Auch
den Zins von Fest- und Termingeld stuft nahezu ein Drittel der
Befragten zu hoch ein. 31 Prozent rechnen bei ihrer Geldanlage mit
einem Ertrag von zwei Prozent und mehr. 32 Prozent können keine
Angabe zu der Verzinsung machen. Bei den Besitzern von
Geldmarktkonten kennen 42 Prozent ihren eigenen aktuellen Zinssatz
nicht.
Hingegen wissen die Deutschen relativ genau, wie hoch die
Inflationsrate ist. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) vermutet
einen Preisanstieg von einem bis zwei Prozent. 47 Prozent glauben,
dass die Inflationsrate derzeit bei zwei bis drei Prozent liegt. Das
trifft bei einer Preissteigerung von 1,9 Prozent im November und 2,0
Prozent im Oktober 2012 insgesamt zu. Nur zehn Prozent der Befragten
liegen mit einer Inflationserwartung von drei Prozent und mehr
deutlich außerhalb des Spektrums.
"Das mangelnde Bewusstsein über die Verzinsung führt oft zu einer
Fehlplanung und zu einem realen Wertverlust", weiß Giovanni Gay,
Geschäftsführer bei Union Investment. "Daher sollten sich Anleger gut
informieren und auch risikoreichere aber besser rentierende
Anlageklassen in ihren Bestand aufnehmen. Aktien sind dafür ein
Beispiel."
Steigende Attraktivität der Aktie
Die Aktie ist für deutsche Anleger so attraktiv wie seit dem
dritten Quartal 2010 nicht mehr. Insgesamt finden 27 Prozent der
Deutschen Aktien interessant, während im letzten Quartal nur jeder
Fünfte davon überzeugt war. 22 Prozent der Anleger halten derzeit
Aktien im eigenen Depot. 30 Prozent legen ihr Geld in Aktienfonds an.
Dass dies die richtige Strategie ist, bestätigt Gay: "Insbesondere
deutsche Dividendenwerte sind Spitzenreiter und überzeugten darüber
hinaus in 2012 mit zweistelligen Kurssteigerungen. Es gibt viele
Unternehmen, die es sogar schaffen, über Jahre hinweg ihre Dividende
zu steigern." Aktienfonds würden somit zwei für den Anleger
entscheidungsrelevante Faktoren erfüllen: eine chancenreiche Rendite
und Inflationsschutz.
Die Einschätzung über die Entwicklung der Aktienmärkte in den
nächsten sechs Monaten ist wieder etwas positiver als im letzten
Quartal. Jeder Fünfte (21 Prozent) rechnet mit steigenden Kursen. Im
Vorquartal waren es lediglich 14 Prozent. Pessimistische Stimmen
werden hingegen leiser: Während im dritten Quartal noch 49 Prozent an
fallende Notierungen glaubten, sind es aktuell nur noch 35 Prozent.
Eine Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten erwartet ein Drittel der
Anleger (34 Prozent). Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im
Vorquartal (27 Prozent).
Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im
Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten.
Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter
von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für
das vierte Quartal 2012 erhob Forsa die Daten vom 5. bis 14.
November. (Bei Umfragewerten, die sich nicht zu hundert Prozent
addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten
an.)
Pressekontakt:
Union Asset Management Holding AG
Janine Roth
Pressesprecherin
Wiesenhüttenstraße 10
60329 Frankfurt am Main
Tel. 069 2567-1844
Fax 069 2567-2371
janine.roth@union-investment.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.12.2012 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 784606
Anzahl Zeichen: 5033
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt
Kategorie:
Finanzdienstleistung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 156 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Umfrage: Deutsche Anlegerüberschätzen ihre Zinserträge"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Union Investment (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Sparziel Altersvorsorge 25 Jahre lang Nummer 1 - Renditechancen gewinnen an Bedeutung - Eigene Finanzen: Solide Gelassenheit mit punktuellen Krisenausschlägen Das Anlegerbarometer von Union Investment dokumentiert seit 25 Jahren die Entwicklung der Anlegermentalität in Deutschland. Die Welt is
Studie zum Mental Health Day: Beschäftigte fordern mehr Einsatz für psychische Gesundheit im Job ...
Studie zum Mental Health Day: Beschäftigte fordern mehr Einsatz für psychische Gesundheit im Job - Jeder Zweite empfindet hohe Arbeitsbelastung - Psychisches Wohlbefinden: Frauen liegen deutlich hinter Männern - Flexible Arbeitsplatzwahl verbessert mentale Fürsorge spürbar - Nur wenige
Sparerinnen und Sparer glauben an Investitionsprogramm der Bundesregierung ...
- Keine positiven Effekte hingegen für den eigenen Geldbeutel, für Aktien und Investmentfonds schon - Stabilität bei den eigenen Finanzen und dem Sparverhalten - Aktien so attraktiv wie nie, 20- bis 29-Jährige treiben Aktienkultur Die Mehrheit der Sparerinnen und Sparer in Deutschland ve
Weitere Mitteilungen von Union Investment
Kundenbefragung: Dienstleister für Forderungsmanagement / Branche erfüllt Dienstleistungsversprechen nur bedingt - hohe Wechselbereitschaft ...
Verzögerte oder ausfallende Zahlungen belasten die Liquidität, schmälern den Gewinn und binden Personal. Spezialisierte Dienstleister für Forderungsmanagement versprechen ihren Kunden die Zahlungsausfälle effizient zu managen und dem Unternehmen mehr Zeit für ihr Kerngeschäft zu verschaffe
Immobilie als Anlageobjekt: Warnung für Investoren / Kauf- und Mietpreise müssen parallel steigen, sonst drohen Verluste ...
Aufgrund mangelnder Alternativen investieren immer mehr Anleger in Immobilien. Das niedrige Zinsniveau fördert diesen Trend. "Ich mahne jedoch zu Vorsicht und genauer Prüfung, ob das Verhältnis Kaufpreis und Mieteinnahmen stimmt", erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des
Privatanleger fordern: Spielverderber raus aus dem Euro! / Umfrage: dima24.de fragt, Privatanleger antworten ...
Zum dritten Mal befragte der unabhängige Münchner Beteiligungsspezialist dima24.de seine Anleger nach ihren Einschätzungen zur Entwicklung der Wirtschaft 2013 und zur Zukunft des Euroraumes. An der diesjährigen Online-Umfrage im November 2012 beteiligten sich 676 überwiegend männliche (90
ALTOR neu erleben - Neue Internetseite online! ...
Sechs Jahre nach Einführung der Dachmarke ALTOR wurde der Internetauftritt der ALTOR Gruppe unter www.altor-group.com komplett überarbeitet. Dem Besucher bietet die neue Internetseite in kurzer und übersichtlicher Form Informationen zu den angebotenen Leistungen, den ausführenden Unternehme




