Geschäfte in Schwellenländern häufig eine Frage des Gewissens / Wirtschaftsethiker: Die Gesetze des Exportlandes zu wahren, reicht nicht für moralisch einwandfreies Handeln
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Hamburg, 19. Dezember 2012 - Die Expansion in aufstrebende
Schwellenländer wird für exportorientierte Mittelständler zunehmend
zu einer Gewissensentscheidung. "Früher hieß es, man müsse sich nur
an die Gesetze des Gastlandes halten, dann sei man auf der sicheren
Seite. Heute reicht das längst nicht mehr", sagt der Münchener
Wirtschaftsethiker Christoph Lütge von der TU München gegenüber dem
Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe 01/2013, EVT 20. Dezember).
Kinderarbeit und Lohndumping seien in vielen dieser Staaten legal.
"Rechtens ist es deshalb nicht." Werte des Unternehmens müssten
überall auf der Welt gelebt werden.
Auf die Unternehmer, die in Schwellenländern aktiv werden, kommt
neben den möglichen Gewissenskonflikten auch eine erhebliche
Verantwortung zu, denn "Unternehmen haben die Macht, etwas zu
verändern". Ob es auch ihre Pflicht sei, müsse jeder für sich selbst
entscheiden.
Andreas Suchanek, Ethikprofessor an der Handelshochschule Leipzig,
sagte 'impulse', die Unternehmer begännen umzudenken: "In den letzten
zehn bis 20 Jahren hat hat sich da viel getan." Letztlich geht es für
die Firmen auch um ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit bei den Kunden.
"Das kann man als Versuch interpretieren, Vertrauen zu erhalten", so
Suchanek, "Denn ich bin als Unternehmen darauf angewiesen, dass mir
meine Kunden vertrauen. Sonst wandern sie ab."
Pressekontakt:
Joachim Haack, Sprecher G+J Wirtschaftsmedien,
c/o PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Telefon: +49-40-39-92-72-0, E-Mail: jhaack@publikom.com
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Datum: 19.12.2012 - 11:00 Uhr
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