Neue OZ: Kommentar zu Energie / Strom / Bundesnetzagentur
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Einer der schwärzesten Blackouts Europas ging 2006 vom Emsland
aus. Die Abschaltung zweier Überlandleitungen wegen der Passage eines
Schiffs der Meyer Werft verursachte einen mehrstündigen Stromausfall.
Nicht nur für Patienten in Krankenhäusern, sondern auch für
Industriebetriebe stellen Blackouts dieser Größenordnung eine
Bedrohung dar. Im Emsland-Fall war noch Schlamperei der Grund. Bei
stetig zunehmendem Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien aber
bergen auch Lastspitzen an Sonnen- und Windtagen Risiken.
Das darf nicht sein. Die Energiewende gelingt nur, wenn die
Wirtschaft mitzieht. Unternehmen müssen darauf vertrauen können, dass
sie mit umweltfreundlichem Strom zuverlässig versorgt werden.
Seltener als über Stromausfälle wird dabei über
Spannungsschwankungen im Netz gesprochen. Auch sie können zu
kostspieligen Produktionsstopps führen. Natürlich sollten Unternehmen
prüfen, wie sie Energierisiken durch Vorsorge - etwa eigene
Blockheizkraftwerke - verringern können. Nicht alle aber können
solche Investitionen stemmen.
Die Forderung des Netzagenturchefs Jochen Homann und vieler
anderer Experten, das Erneuerbare-Energien-Gesetz auch im Sinne der
Netzsicherheit zu überarbeiten, ist deshalb richtig. Mehr noch: Die
Bundesregierung sollte dem Netzausbau im neuen Jahr endlich oberste
Priorität geben.
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Datum: 01.01.2013 - 22:00 Uhr
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