Martin Schulz: Lohngleichheit endlich per Gesetz durchsetzen!
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Martin Schulz: Lohngleichheit endlich per Gesetz durchsetzen!
Die ersten 73 Tage dieses Jahres - bis zum 20. März - mussten Frauen in Deutschland arbeiten, um auf das Gehalt zu kommen, das ihre männlichen Kollegen im Vorjahr verdient haben. Deshalb wird morgen in Deutschland der Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day) begangen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten treten europaweit für Entgeltgleichheit ein und werden hierzu in der nächsten Legislaturperiode des Europäischen Parlaments weitere Initiativen starten.
Im SPD-Europawahlprogramm fordern wir eine neue europäische Initiative zur Verwirklichung von Lohngleichheit von Frauen und Männern mit klaren Zielen, Kontrollen und Sanktionen. Die Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament (SPE) will durchsetzen, dass auch künftig jährlich der Internationale Tag der Entgeltgleichheit begangen wird, bis das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchgesetzt ist.
Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland Frauen immer noch 23 Prozent (EU 17 Prozent) geringer entlohnt werden als ihre männlichen Kollegen, fordere ich Bundesfrauenministerin von der Leyen auf: Schaffen sie ein Gesetz zur Gleichstellung der Frauen in der Privatwirtschaft, um dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit endgültig ein Ende zu setzen.
In diesem Zusammenhang müssen wir auch dafür sorgen, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen deutlich erhöht wird. Zu lange hat die Ministerin mit netten Initiativen und zahnlosen Appellen versucht, Gleichstellung beim Gehalt von Frauen und Männern herzustellen. Sie darf nicht länger übersehen, dass sich die Einkommensschere weiter öffnet. Das belegt der Jahresbericht 2009 zur Gleichstellung der EU-Kommission.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
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Herausgeber: Hubertus Heil
Redaktion: Stefan Giffeler
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Datum: 20.03.2009 - 15:32 Uhr
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