Neue OZ: Kommentar zu Parteien / FDP / Rösler
ID: 791164
Selbst wenn es die Liberalen in Niedersachsen in den Landtag
schaffen, sind Philipp Röslers Tage an der Bundesspitze gezählt.
Anders lässt sich das Rumoren in der FDP nicht deuten. Parallel beugt
Spitzenkandidat Stefan Birkner schon mal vor. Falls es nicht reicht,
sagt er, seien die Querelen schuld - womit er es sich reichlich
einfach macht. In Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
herrschte die gleiche Ausgangslage, doch gab es dort mit Christian
Lindner und Wolfgang Kubicki charismatische Figuren an der Spitze der
Landes-Liberalen. In Niedersachsen ist das anders. Bei aller Klugheit
bleibt Birkner blass, und bei aller Konsequenz verfügt auch
Wirtschaftsminister Jörg Bode nur über begrenzte Strahlkraft.
Mag Rösler als Vorsitzender auch angreifbar sein: Das Problem der
FDP ist nicht er allein. Die Partei hat es im Ganzen versäumt, sich
in den vergangenen Jahren ein markantes Gesicht zu geben. Sie konnte
nicht anders. Denn im Kern ist sie gespalten. Der eine Flügel flucht
auf jeden, der die reine Liberalität vertritt, und will weiterhin so
unauffällig und unangreifbar wie möglich im Windschatten der CDU
verharren. Der andere Teil lechzt nach einem Bekenntnis zum
Liberalismus und Individualismus, nach einem Paukenschlag mit aller
Radikalität in Staats- und Bürgerfragen - mit dem Risiko freilich,
sich bei Masse und Medien unbeliebt zu machen.
Für eine solche Offensive bräuchte es aber nicht nur den richtigen
Kopf, sondern auch den optimalen Moment. Derzeit fehlt beides.
Burkhard Ewert
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.01.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 791164
Anzahl Zeichen: 1887
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 253 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Parteien / FDP / Rösler"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Wahlen / Landtagswahl / Niedersachsen ...
Noch viel Spielraum Jetzt geht es in die Vollen! Mit dem Start der heißen Wahlkampfphase werfen die Parteien alles in die Waagschale, um noch unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen. Und dieses Potenzial ist enorm. Nach der jüngsten Umfrage hat sich fast die Hälfte der Wahlberecht
Neue OZ: Kommentar zu Russland / Frankreich / Depardieu ...
Neuer Narr am Zarenhof Was für ein schrecklich komisches Schauspiel bietet die Grande Nation der Welt wegen der unsäglichen Reichensteuer von 75 Prozent. Frankreichs Präsident François Hollande bringt damit nicht nur viele Wohlhabende des Landes gegen sich auf, die um ihr Eigentum fü
Neue OZ: Kommentar zu Atom / Endlager ...
Unnötiger Alarm Wird bald Atommüll aus Deutschland in die verstrahltesten Orte der Welt geschickt, etwa nach Sibirien? Dieses Schreckgespenst malen Kritiker angesichts der geplanten Änderung des Atomgesetzes an die Wand. Realistisch ist so ein Szenario nicht. Sollte die schwarz-gelbe Bu
Neue OZ: Kommentar zu Irak / Konflikte ...
Kein irakischer Frühling Der Irak ist keine Insel von Frieden und Demokratie, wie es sich der ehemalige US-Präsident George W. Bush gewünscht hatte. Doch das zerrissene Land ist nach Abzug der letzten US-Truppen nicht untergegangen. Wenn jetzt in sunnitischen Hochburgen Proteste gegen die




