Binnenflüchtlinge in Afghanistan akut von Winterkälte bedroht /
Shelter Now beginnt in den Lagern mit Verteilung von Lebensmitteln
ID: 792142
- in Afghanistan bereits zugeschlagen und erneut sind es die
Binnenflüchtlinge in ihren notdürftig zusammengeflickten Zelten und
Hütten, die am stärksten darunter leiden. Eilige Hilfsgesuche aus
fünf verschiedenen Flüchtlingslagern erreichten jetzt das
internationale christliche Hilfswerk Shelter Now. "Um alle diese
Bitten für die Verteilung von Nahrungsmitteln erfüllen zu können,
sind wir dringend auf zusätzliche Spenden angewiesen", appelliert Udo
Stolte, der deutsche Direktor der Hilfsorganisation.
Allein in der Hauptstadt Kabul fristen rund 50.000 Menschen, die
vor dem Terror der Taliban geflohen sind, eine kümmerliche Existenz
in Slums. Dort fallen nachts die Temperaturen weit unter den
Gefrierpunkt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind über 2
Millionen Menschen in Afghanistan durch Eiseskälte, Krankheiten und
Unterernährung gefährdet. Shelter Now will auch Flüchtlingen in sehr
abgelegenen Gebieten helfen, in denen keine andere Organisation
arbeitet.
Die Binnenvertriebenen leben zumeist in Zelten und haben gerade
mal Decken gegen die Kälte. Selbst diejenigen, die sich durch
Gelegenheitsarbeiten etwas Geld verdienen können, fragen sich jeden
Tag, ob es zum Überleben reicht. "Wenn wir von dem bisschen Geld Brot
kaufen, erfrieren wir, und wenn wir Heizmaterial kaufen, verhungern
wir", drückt mancher Familienvater sein Dilemma aus. Im letzten, sehr
harten Winter, waren allein in Kabul Dutzende von Kindern an den
Folgen der Kälte gestorben.
"Die Menschen brauchen dringend die lebensnotwendigsten
Nahrungsmittel", sagt Shelter Now-Direktor Stolte. Auch in den
vergangenen Wintern hat das Hilfswerk Lebensmittel verteilt, im
letzten Jahr an rund 8.000 Menschen. "Viele Leben konnten dadurch
gerettet werden", so Stolte. Ausgeteilt werden Mehl, Zucker, Bohnen,
Tee und Speiseöl. Für 40 Euro kann eine Familie "über den Winter"
gebracht werden.
Shelter Now-Direktor Stolte schließt sich ausdrücklich dem Appell
der Vereinten Nationen an, eine allgemeine "Spendenmüdigkeit" für
Afghanistan zu überwinden. Letztes Jahr sei bei den UN-Organisationen
nicht einmal die Hälfte der international zugesagten Mittel
eingegangen. "Neben der Nothilfe werden in Afghanistan dringend
Mittel für langfristige Projekte benötigt, wie ländliche Entwicklung,
Bau von Siedlungen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen", mahnt
Stolte.
Spendenkonto: Kontonummer 2523058, Norddeutsche Landesbank, BLZ
250 500 00
Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit
Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan unter
dem Namen "Shelter Now International Pakistan" und seit 1988 in
Afghanistan als "Shelter Now International Afghanistan" tätig. Der
Name der Organisation in Deutschland lautet "Shelter Now Germany
e.V.". Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen
Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene
Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche
Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel
bescheinigt.
Pressekontakt:
Shelter Now Germany e.V., Waisenhausdamm 4, 38100 Braunschweig,
Telefon: 0531/88 53 95-7, Telefax: 0531/88 53 95-9, info@shelter.de,
www.shelter.de
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Datum: 08.01.2013 - 09:00 Uhr
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