Gesetzliche Krankenversicherung: Oftmals die bessere Alternative?
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Zwei Versicherungswelten: Gesetzliche und Private Krankenversicherung
Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wird nach dem Solidarprinzip finanziert, das bedeutet alle Beitragspflichtigen zahlen ein, um für alle Leistungsberechtigten aufzukommen. Daraus ergibt sich, dass zum einen weniger Beitragszahler als Leistungsberechtigte zu verzeichnen sind, weil beispielsweise Kinder oder Ehepartner ohne eigenes Einkommen beim Verdiener mitversichert sind. Zum anderen ist es gerade eine der Stärken der GKV, dass für Familienangehörige ohne eigenes Einkommen keine separaten Beiträge zu entrichten sind. Dagegen steht das Prinzip der Privaten Krankenversicherung (PKV), das grundsätzlich für jede versicherte Person eine eigene Beitragskalkulation in einem eigenen Vertrag vorsieht.
Unterschiedliche Systeme - auch bei den Leistungen
Der Leistungsumfang in der Solidargemeinschaft der GKV wird grundlegend vom Beitragsvolumen und den daraus resultierenden Möglichkeiten bestimmt, es gibt also einen festgeschriebenen Leistungskatalog. Der richtet sich an einer zweckmäßigen und kostengünstigen Behandlung aus, so dass gesetzlich Versicherte durchaus Abstriche hinnehmen müssen. In der Privaten Krankenversicherung hingegen wählt der Versicherte den Umfang der versicherten Leistungen selbst aus und hat so Einfluss auf die Beitragshöhe. Während in der GKV der Beitrag nach dem erzielten Einkommen berechnet wird, richtet sich in der PKV die Beitragshöhe nämlich nach dem eigenen Risiko, das durch Alter und gewünschten Versicherungsumfang bestimmt wird. Gibt es zudem Vorerkrankungen, können Risikozuschläge oder Ausschlüsse bestimmt werden.
Wer kann überhaupt wählen?
Grundsätzlich können Verbraucher nur zwischen den Systemen wählen, wenn sie nicht versicherungspflichtig sind, das heißt sie verdienen entweder ein Jahr lang mehr als die aktuelle Verdienstgrenze (für 2013 Euro 52.200 im Jahr) oder sie sind selbständig, Freiberufler oder verbeamtet. Auch für Berufsanfänger, die aller Wahrscheinlichkeit nach direkt ein Gehalt über der Verdienstgrenze beziehen werden, steht dieser Weg offen. Gerade für junge Menschen entstehen so zunächst erhebliche Beitragsvorteile, denn in der PKV spielt ja das Eintrittsalter eine große Rolle. Um aber auf Dauer mit der gewählten Variante zufrieden zu sein, sollten Sie die Betrachtung nicht nur auf den Ist-Zustand richten.
Nicht nur auf das Eintrittsalter kommt es an
Zunächst sollte das Alter ein Kriterium sein, aber auch die Lebensplanung. Wenn Sie vorhaben, eine Familie zu gründen oder bereits eine haben, ist die GKV mit ihrer beitragsfreien Familienversicherung unter Umständen ebenso interessant wie bei bereits bestehenden Vorerkrankungen, die sich beitragserhöhend in der PKV auswirken. Bei einem höheren Eintrittsalter ist der Wechsel in die PKV sehr gut zu überlegen, denn in der GKV werden die Beiträge auf Ihr Einkommen berechnet, das in der Rentenzeit eventuell niedriger ausfällt. Dagegen können in der PKV die Beiträge im Alter durchaus steigen, da höhere Kosten anfallen, die somit eine Anpassung notwendig machen. Denken Sie bei der Wahl also nicht nur an den momentanen Beitrag, sondern betrachten Sie Ihre Lebensplanung und Perspektive.
Die unterschiedlichen Systeme von GKV und PKV bieten jeweils Vor- und Nachteile, die bei der Auswahl genau analysiert werden sollten. Das Solidarprinzip der GKV bietet vor allem Vorteile für Familien und bereits erkrankte Menschen, da der Beitrag lediglich vom erzielten Einkommen abhängig ist. Auch wenn von den Krankenkassen im Bedarfsfall der Beitragssatz erhöht oder Leistungen, die im Gegenzug durch eine Zusatzversicherung aufgefangen werden müssen, gestrichen werden, kann die GKV so doch in nicht gerade wenigen Konstellationen die bessere Alternative sein.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 09.01.2013 - 19:41 Uhr
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