Medienethik-Professor kritisiert RTL: "Helmut Berger braucht keine Medienaufmerksamkeit, sonder

Medienethik-Professor kritisiert RTL: "Helmut Berger braucht keine Medienaufmerksamkeit, sondern therapeutische Hilfe"

ID: 793631
(ots) - Der Düsseldorfer Medienethik-Professor Christian
Schicha hat RTL scharf für die Verpflichtung von Schauspieler Helmut
Berger als Kandidat für die Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt
mich hier raus!" kritisiert. Berger war in der Vergangenheit durch
zahlreiche Alkohol-Exzesse aufgefallen. Anfang der Woche war auf
bild.de ein Video zu sehen, das Berger augenscheinlich stark
betrunken an Bord eines Flugzeugs zeigte.

Medienexperte Schicha sagt gegenüber W&V Online: "Es ist aus
meiner Sicht ethisch nicht vertretbar, alkoholisierte Prominente in
Talkshows oder Spielshows auftreten zu lassen. Sie sorgen dadurch
zwar für eine hohe Medienaufmerksamkeit, die gute Quoten generieren
wird. Das Image des Prominenten ist jedoch nachhaltig negativ
tangiert. Insofern sollte Herr Berger möglichst schnell die
Medienöffentlichkeit verlassen, um Ruhe und Hilfe zu bekommen."
Schicha bezweifelt, dass Berger die Folgen seines Handelns "noch
angemessen einschätzen kann".

RTL-Sendersprecher Konstantin von Stechow weist die Vorwürfe
zurück. "Helmut Berger geht freiwillig ins Dschungelcamp und kennt
die dortigen Herausforderungen und Bedingungen genau. Er hat
ausdrücklich erklärt, sich dieser Aufgabe stellen zu wollen." Zudem
würden alle Dschungel-Kandidaten "permanent psychologisch und
ärztlich überwacht." Man nehme die Verantwortung für die Gesundheit
der Prominenten sehr ernst. "Wir sind uns unserer Fürsorgepflicht
bewusst", so von Stechow gegenüber W&V Online.

Mehr zum Thema auf www.wuv.de, dem Online-Portal von W&V.



Pressekontakt:
Dr. Sebastian Feuß
Redaktion W&V

Telefon: +49-89-2183-7031
Fax: +49-89-2183-7844
Mail: sebastian.feuss@wuv.de



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Datum: 10.01.2013 - 09:30 Uhr
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