Große Gala zum B.Z.-Kulturpreis: Glanzvolles Varieté für die Besten der Berliner Kulturszene
ID: 799069
Kunst, Politik und Wirtschaft / Bronze-Bären unter anderem für
Matthias Schweighöfer, Anna Maria Mühe und Rolf Kühn
Eine Hommage an die Vielfalt Berlins: Am Freitagabend, 18. Januar
2013, traf sich zum 22. Mal die Kunst- und Kulturszene der Hauptstadt
zur Verleihung des B.Z.-Kulturpreises. Bei der Gala im Berliner
Axel-Springer-Haus feierten mehr als 650 Gäste die Preisträger des
begehrten B.Z.-Bären. Acht herausragende Persönlichkeiten wurden für
ihre außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen geehrt. Durch den
Abend führte Schauspielerin und Sängerin Meret Becker.
"Schauspieler, Comic-Zeichner, Aktionskünstler und Nachwuchs-DJs -
so bunt und facettenreich ist unsere Stadt. Die Preisträger des
Bronze-Bären prägen die einzigartige Kultur-Szene von Berlin und
geben ihr ein Gesicht. Wir zeichnen die aus, von denen wir denken,
dass sie es verdienen, lassen uns nicht von Charts und Listen
leiten," sagte Peter Huth, B.Z.-Chefredakteur.
Die Preisträger freuten sich über außergewöhnliche Laudatios, die
den Abend in ein glanzvolles Varieté verwandelten:
Minutenlangen Applaus gab es für die Schüler der Staatlichen
Ballettschule Berlin. Zu Ehren von Preisträgerin Anna Maria Mühe
präsentierten sie den "Babysitter Boogie" choreographiert von Gregor
Seyffert. Die Schauspielerin, die erst vor kurzem Mutter geworden
ist, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "Film/TV".
Auch der Comic-Zeichner Reinhard Kleist war begeistert. Sein
künstlerisches Schaffen würdigte das Puppentheater "Das Helmi", indem
es die Helden aus Kleists Geschichten auf die Bühne brachte.
Für Matthias Schweighöfer, das "Allround-Talent" des deutschen
Kinos, sang sein enger Freund Milan Peschel. Der Schauspieler
erzählte mit vielen Anekdoten die Geschichte ihres Kennenlernens.
Für den aus Indien stammenden Preisträger Tino Sehgal, der den
Bronze-Bären in der Kategorie "Aktionskünstler" erhielt, tanzte
Deutschlands einzige Kathakali-Künstlerin Isa Jacobi den Gott
Hanuman, der sich als Affe zeigt.
Das Maler-Ehepaar Matthias und Sooki Koeppel wurde für sein Wirken
als Kunst-Chronisten Berlins ausgezeichnet. Countertenor Jochen
Kowalski und das Salonorchester "Unter'n Linden" spielten ihnen zu
Ehren den Tango "Oh Donna Clara". Matthias Koeppel, früher selbst
leidenschaftlicher Tango-Tänzer, zeigte sich zutiefst bewegt. Er hob
den Berlin-Bezug seiner Werke hervor und betonte, dass er gemeinsam
mit Sooki auch in Zukunft weiter die Hauptstadt portraitieren werde.
Ein weiterer B.Z.-Bär ging an Musiker Rolf Kühn, Berlins größte
Zeitung ehrte den Künstler als einen der wichtigsten stilprägenden
Jazzklarinettisten in Deutschland. Spreeradio-Moderator Jochen Trus
hielt die Laudatio und zeichnete die dramatischen Stationen seines
bewegten Lebens nach. Trust hob hervor: "Mit 17 Jahren galt Rolf als
das Leipziger Wunderkind. Bis heute steht Rolf Kühn auf der Bühne,
übt jeden Tag stundenlang. Ein Gentleman, ein Vorbild." Anschließend
trat Kühns Bruder Joachim, selbst ein Großer des Gegenwart-Jazz, auf.
"Das war die tollste Überraschung seit vielen Jahren", dankte Rolf
Kühn. "Ich bin ge- und berührt."
Erst während der Gala wurde der Gewinner des Publikumspreises
verkündet. In einem knappen Voting wählten die B.Z.-Leser Matthis
Klemm zum besten Nachwuchs-DJ (36 Prozent der abgegebenen Stimmen).
Der Abiturient überzeugte sie mit seinem Mix aus DeepHouse, Disco und
Techno, mit dem er seit 2009 Berlin zu seinem Ruf als
"Techno-Hochburg" verhilft.
Über den B.Z.-Kulturpreis
Seit 1992 vergibt Berlins größte Zeitung jährlich den
B.Z.-Kulturpreis. Ausgezeichnet werden deutsche und internationale
Persönlichkeiten, die mit ihren herausragenden Leistungen zur
kulturellen und künstlerischen Vielfalt in der Hauptstadt beigetragen
haben. Preisträger der vergangenen Jahre sind unter anderem Marcel
Reich-Ranicki, Senta Berger, Marina Abramovic, Georg Baselitz, The
BossHoss, Christo und Jeanne-Claude, Paul van Dyk, Sir Norman Foster,
Nina Hagen, Udo Jürgens, Anselm Kiefer, Karl Lagerfeld, Daniel
Libeskind, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Max Raabe und Nora
Tschirner.
Der Regisseur der Preisverleihung ist Jürgen Roland Welke vom
Friedrichstadtpalast. Die Gesamtleitung verantworten B.Z.-Kulturchef
Hans-Werner Marquardt und Klaus Mette-Endter als ausführender
Produzent, das Orchester wird von Johannes Roloff dirigiert.
Weitere Informationen zum B.Z.-Kulturpreis finden Sie unter
www.axelspringer.de/bz-kulturpreis2013
Pressekontakt:
Svenja Friedrich
Tel: + 49 30 25 91-7 76 09
svenja.friedrich@axelspringer.de
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Datum: 19.01.2013 - 01:10 Uhr
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