openHPI: Kostenloser offener Online-Kurs führt ins semantische Netz ein
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Grenzen, wenn der Computer die Bedeutung einer Information korrekt
interpretieren soll und nicht bloß die Zeichenfolge von Wörtern. Wie
deshalb im so genannten "Semantic Web" in natürlicher Sprache
ausgedrückte Informationen um eine maschinenverständliche
Beschreibung ihrer Bedeutung (Semantik) ergänzt werden, demonstriert
der neue offene Online-Kurs, der am 4. Februar auf www.openhpi.de
beginnt. Anmeldungen für das kostenlose Angebot des Potsdamer
Hasso-Plattner-Instituts (HPI) sind ab sofort möglich. Der dritte
Kurs der im September 2012 gestarteten neuen
Internet-Bildungsplattform dauert sechs Wochen und wird in englischer
Sprache präsentiert. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Zertifikat
des Instituts.
Kursleiter ist Dr. Harald Sack, Senior Researcher am
HPI-Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme. "Semantic
Web-Technologien machen den Zugriff auf Informationen und die Suche
danach genauer und vollständiger", erläutert der Potsdamer
Wissenschaftler. Zuvor verstreute und in unterschiedlicher Form
vorliegende Daten können auf der Basis formaler
Wissens-Beschreibungen (Ontologien) einander zugeordnet und so
miteinander kombiniert werden, so Sack.
In dem Kurs soll es zunächst um die grundlegende Architektur des
Semantic Web gehen, dann aber auch um die Repräsentation von Wissen
und Logik. Anschließend werden Grundlagen der Beschreibungslogiken
und die darauf aufbauende Web Ontology Language (OWL) behandelt. Den
Schluss bilden Anwendungen im "Web of Data". Stichwörter sind dabei
Ontological Engineering, Knowledge Discovery, Linked Data, Semantic
Search. Für die erfolgreiche Teilnahme notwendig sind nach Angaben
des HPI vor allem Basiskenntnisse in den Grundregeln der Logik,
Verständnis für Internet-Technologien und Grundlagenwissen im Bereich
Datenbanken.
Das Institut hatte www.openhpi.de im September 2012 mit einem
englischsprachigen Kurs von HPI-Stifter Prof. Hasso Plattner zur
neuen In-Memory-Datenbanktechnologie gestartet, für den sich 13.000
Interessenten einschrieben. Ende Oktober erhielten 2.132 von ihnen
ein Zertifikat für die gemeisterte Abschlussprüfung. Der zweite
Online-Kurs, geleitet von Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel
und in deutscher Sprache angeboten, hatte die technische
Funktionsweise des Internets zum Thema. 10.000 Interessenten meldeten
sich an. 1.662 Teilnehmer bekamen zu Jahresbeginn mit einem
Zertifikat den erfolgreichen Abschluss bescheinigt.
openHPI: Vorbild sind Massive Open Online Courses (MOOC)
Die neue Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de des
Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität
Potsdam (HPI) bietet kostenlose, frei zugängliche Onlinekurse für
sehr viele Teilnehmer an. Die Inhalte beschäftigen sich mit Fragen
der Informationstechnologie und Informatik. openHPI folgt dem
Beispiel der "Massive Open Online Courses", wie sie seit 2011
zunächst von der Stanford University, später aber auch von anderen
Elite-Universitäten der USA angeboten wurden. Im Unterschied zu
"traditionellen" Vorlesungsportalen werden bei www.openhpi.de Kurse
angeboten, die einem festen, zweimonatigen Zeitplan folgen - mit
definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests,
regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die
Angebote mit einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer
mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen
klären und weiterführende Themen diskutieren können. Die Teilnehmer
entscheiden selbst über Art und Umfang ihrer Aktivitäten. Sie können
in den Kurs eigene Beiträge einbringen, zum Beispiel durch Blogposts
oder Tweets, auf die sie im Forum verweisen. Andere Lernende können
diese dann kommentieren, diskutieren oder erweitern. So werden
Lernende, Lehrende und die Inhalte in einem sozialen Lernnetzwerk
miteinander verknüpft.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI)
in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für
IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in
Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang
"IT-Systems Engineering" an - ein besonders praxisnahes und
ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 450
Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas
erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder
d.school, bietet 120 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn
HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte
und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente
universitäre Forschung - in seinen neun Fachgebieten, aber auch in
der HPI Research School für Doktoranden mit ihren
Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt
der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen
großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das
Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle
Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf
Spitzenplätze.
Pressekontakt:
HPI-Pressestelle: presse@hpi.uni-potsdam.de; Pressesprecher
Hans-Joachim Allgaier, M.A., Telefon 0331 5509-119, Referentin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Rosina Geiger, Telefon 0331
5509-175.
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Datum: 21.01.2013 - 11:59 Uhr
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