Deutschland ist Fairtrade-Blumen-Weltmeister - rund 20 Prozent Marktanteil für faire Rosen / Vor allem in Ostafrika profitieren immer mehr Beschäftigte von Fairtrade
ID: 801258
über 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gut 260 Millionen
verkaufte Stiele. "Im letzten Jahr konnte ich in Kenia selbst
erleben, was Empowerment bei Fairtrade bedeutet", sagte Heinz Fuchs
vom Evangelischen Entwicklungsdienst - Brot für die Welt. "Feste
Arbeitsverträge und Arbeitnehmerschutz sind etabliert. Die Arbeiter
entscheiden selbständig, wie Fairtrade-Prämiengelder eingesetzt
werden. Das führt zu einer einzigartigen Verantwortungsübernahme der
Arbeiter", so der TransFair-Vorstandsvorsitzende Fuchs weiter.
Fairtrade-Blumen im Lebensmittel- und Fachhandel
Rund 95 Prozent der Blumen verkaufte im vergangenen Jahr der
Lebensmitteeinzelhandel. Seit letztem Jahr gibt es langstielige
Einzelrosen für den Fachhandel, seither bieten über 1.000 Floristen
Fairtrade-Rosen an. "Wir wollen das Erfolgsmodell auch auf andere
Blumensorten und Herkunft übertragen" blickt
TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath voraus.
Bedeutung wächst
Auf 50 Plantagen weltweit werden Blumen unter
Fairtrade-Bedingungen gezüchtet. Die wichtigsten Anbauländer für den
deutschen Markt sind Kenia und Äthiopien. Im vergangenen Jahr
erwirtschafteten Fairtrade-Blumenplantagen durch Absätze auf dem
deutschen Markt Fairtrade-Prämien im Gesamtwert von rund 1,5
Millionen Euro.
Sehr positive Studienergebnisse
Die aktuelle Studie des Evaluierungsinstituts der Uni Saarbrücken,
CEval, belegt, dass Fairtrade die Armut in den ländlichen Regionen
abbaut: Fast 85 Prozent der Arbeiter der untersuchten
Fairtrade-Blumenplantagen haben einen festen Arbeitsvertrag, im
Gegensatz zu unter 20 Prozent bei der konventionellen
Vergleichsplantagen. Durch die selbständige Prämienverwaltung wird
die Verantwortungsübernahme der Arbeiter auf Fairtrade-Plantagen
gezielt gefördert. Von Investitionen in die lokale Infrastruktur
profitieren ganze Regionen.
Positive Öko-Bilanz
Nicht nur sozial, auch ökologisch schneiden Fairtrade-Rosen
positiv ab: Obwohl per Luftfracht transportiert, ist die
Energiebilanz besser als bei einheimischen Züchtungen, denn durch das
wärmere Klima in den Exportländern entfällt die energieaufwändige
Beheizung von Gewächshäusern. Der Faire Handel ist
Nachhaltigkeits-Vorreiter und setzt sich intensiv dafür ein, die
Arbeiter für Klimaschutz und Umweltthemen zu sensibilisieren.
Unabhängige und transparente Kontrollen
FLO-Cert ist das Zertifizierungsunternehmen, das die Einhaltung
der Fairtrade-Standards überprüft. Verstöße gegen die Standards
können je nach Schweregrad zum Ausschluss führen. FLO-CERT ist selber
nach ISO65 Richtlinien zertifiziert.
Pressekontakt:
Claudia Brück, Pressesprecherin TransFair e.V.
c.brueck@fairtrade-deutschland.de
+49 221 94 20 40-31
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Datum: 23.01.2013 - 12:00 Uhr
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