ÖDP: Keine Spekulation auf Lebensmittel
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ÖDP: Keine Spekulation auf Lebensmittel
Maier: "Einfluss der Finanzakteure verringern"
"Angesichts einer Milliarde hungernder Menschen weltweit ist die Spekulation mit Lebensmitteln ein Skandal." Das sagt Ludwig Maier, Sprecher des Bundesarbeitskreises Landwirtschaft/Tierschutz/Gentechnik in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), anlässlich der Pläne der Deutschen Bank, weiter in diesen Sektor zu investieren. "Erneut werden alle ethischen Grenzen eingerissen. Ich hoffe sehr, dass die Kunden der Deutschen Bank diesen Geschäften eine klare Abfuhr erteilen," sagt Ludwig Maier.
Die Deutsche Bank ist zwar der Ansicht, dass die Lebensmittelspekulation nichts mit dem Welthunger zu tun hätten, aber ÖDP-Politiker Maier argumentiert: "Allein die Schwankungen des Maispreises z. B. zeigen, dass nicht durch mehr oder weniger gute Ernten die Marktpreise für Mais erklärbar sind, sondern ganz offensichtlich durch skrupellose Spekulation an den Weltbörsen. So fiel der Maispreis zwischen Sommer 2010 und Frühjahr 2011 zuerst, um sich direkt anschließend wieder - wie zuvor schon einmal - zu verdoppeln! Der Einfluss durch rein nur an ihrer Rendite orientierte Lebensmittelspekulanten lässt sich nicht mehr verleugnen."
Es zeige sich, dass die Finanzakteure einen immer größeren Einfluss auf die weltweiten Preise von Grundnahrungsmitteln haben. "Es wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre sein, diesen Einfluss der Finanzakteure nachhaltig zu verringern.
Im Rahmen der G20 besteht aktuell durch die Initiative der französischen Präsidentschaft die Chance, sich international zu Transparenz und Regulierung wirksam abzustimmen. Sowohl hier als auch im Rahmen von EU-Reformprozessen (vor allem der Reform der Richtlinie für Finanzinstrumente -Mi-FID) sollte sich die Bundesregierung für klare und transparente Regeln ohne Schlupflöcher einsetzen, um die Nahrungsmittelspekulation auf Kosten der Hungernden zu verhindern," sagt Ludwig Maier.
Insbesondere die Spekulation mit besonders sensiblen Rohstoffen durch Fonds müsse ganz unterbunden werden. Maier weist darauf hin, dass die ÖDP in ihrem Programm fordert, dass ein Börsenzwang für Rohstofftermingeschäfte und Derivate zwingend notwendig sei.
Die ÖDP unterstützt die Aktion von Foodwatch gegen unmoralische Nahrungsmittelspekulation: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/nahrungsmittel_spekulation/e_mail_aktion_deutsche_bank/index_ger.html
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Datum: 28.01.2013 - 17:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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