Warnung vor Brennholz-Knappheit ist Panikmache
ID: 805682
wächst, Kaminofenbesitzer handeln vorausschauend
Aktuelle Presseberichte, wonach das Brennholz knapp werde, sind
reine Panikmache und widersprechen sich bereits bei den Zahlen, die
in eben diesen Berichten genannt werden. Demnach werden in deutschen
Wäldern pro Jahr zwischen 75 und 85 Millionen Kubikmeter Holz
geerntet. Dem steht ein jährlicher Zuwachs von 120 Millionen
Kubikmetern gegenüber. Das heißt: Die Holzvorräte in den Wäldern
nehmen Jahr für Jahr um rund 40 Millionen Kubikmeter zu.
Auch kann der Nachschub für Holzheizungen in Privatwohnungen gar
nicht "zur Neige" gehen. Denn Holz ist bekanntlich ein nachwachsender
Rohstoff. Zur Neige gehen vielmehr die Vorräte fossiler Brennstoffe
wie Öl und Gas.
Auf diese Widersprüche macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz-
und Küchentechnik e.V. aufmerksam, der die Hersteller moderner
Feuerstätten vertritt und der sich neben neun weiteren Verbänden -
darunter die holzverarbeitende Industrie - an der Finanzierung der
Studie beteiligt hat, aus der hier zitiert wird.
Ein weitere Zahl dieser Studie der Universität Hamburg, die unter
Leitung von Prof. Dr. Udo Mantau vom Zentrum Holzwirtschaft
durchgeführt wurde und bereits seit Mai 2012 vorliegt, wird in der
aktuellen Berichterstattung hingegen nicht genannt: Vor deutschen
Eigenheimen stapeln sich rund 50 Mio. Festmeter oder umgerechnet 70
Mio. Raummeter Scheitholz. Das entspricht mehr als der zweifachen
Menge an Scheitholz, die 2010 hierzulande in Kaminöfen, Kachelöfen
und Heizkaminen verfeuert wurde.
Bei lokalen Engpässen in Ballungsgebieten springt das Umland ein
Nimmt man Schnittholzreste und gebrauchtes Holz sowie Pellets und
Holzbriketts hinzu, errechnet sich für das Kalenderjahr 2010 ein
Brennholzverbrauch von 34 Mio. Festmetern. Hierbei ist jedoch zu
berücksichtigen, dass sowohl der Januar als auch der Dezember 2010
extrem kalt waren, sodass der Verbrauch bereits im folgenden Jahr
wieder deutlich zurückgegangen ist.
Die Angst, dass Holz knapp werden könnte, ist jedenfalls
unbegründet. Der Wald wächst. Sowohl die bewaldete Fläche als auch
die dort stehenden Holzvorräte nehmen weiter zu. Und sollte es
tatsächlich einmal in Großstädten zu einem lokalen Engpass kommen,
springt das Umland ein.
Dass Brennholz seinen Preis hat, ist nicht zuletzt positiv für die
Umwelt. Denn er ist Ausdruck für die Knappheit eines Gutes und setzt
Anreize, Verbrennungsprozesse zu optimieren, zum Beispiel in modernen
Feuerstätten - mit geringen Emissionen und einem hohen Wirkungsgrad.
Auf diese Weise hilft der private Ofenbesitzer, indem er Brennholz
kauft, auch beim notwendigen Umbau der Wälder - weg von Monokulturen
aus Fichten und Kiefern hin zu artenreichen Mischwäldern. Denn der
Holzverkauf ist mit über 90 Prozent nach wie vor die wichtigste
Einnahmequelle der Forstbetriebe - und stellt somit die
wirtschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung
dar.
Weitere Informationen rund um das CO2-neutrale, klimaschonende
Heizen mit Holz auch im Internet unter www.ratgeber-ofen.de.
Kontakt:
HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.
Désirée Kalkowski
Lyoner Str. 9
60528 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69-25 62 68-105
Fax: +49 (0)69-25 62 68-100
E-Mail: info@hki-online.de
Pressekontakt:
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Dr. Volker Schulz
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Datum: 30.01.2013 - 12:03 Uhr
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