Australiens Autos steuern in die Zukunft
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Australiens Autos steuern in die Zukunft
Auch deutsche Studenten können an interessanten Projekten mitwirken
Berlin/Brisbane. An der australischen Griffith University arbeitet ein Forscher mit Studenten nun an der Zukunft des Autofahrens. Die Vision ist, kein eigenes Auto mehr besitzt, sondern stattdessen von einem intelligenten, fahrerlosen Elektromobil abgeholt und an seinen Wunschort gebracht zu werden. Das Ziel scheint noch in weiter Ferne, doch ein erster Prototyp könnte schon in diesem Jahr auf den Straßen zu sehen sein. Auch deutsche Studenten könnten an diesem Projekt mitwirken.
Der Schlüssel zum fahrerlosen Gefährt liege schon jetzt in vielen Händen, so Dr. Jun Jo von der School of Information and Communication Technology der Griffith University in Australien. "Wir entwickeln ein autonomes Navigationssystem fürs Auto, das auf einem Smartphone funktioniert," sagt Jun Jo. "Wenn Sie in das Auto einsteigen, platzieren Sie Ihr Smartphone am Armaturenbrett, mit der Kameralinse in Fahrtrichtung. Anschließend teilen Sie dem Smartphone mit, wohin Sie fahren möchten."
Das Forschungsteam im Griffith Robotics Labor glaubt, dass diese Fahrzeuge eher als Allgemeingut gehandelt werden würden, anstelle von Eigenbesitz.
"Schon heute sind Smartphones mit Prozessoren ausgestattet, die schnell genug arbeiten, um eine Sichtanalyse durchzuführen und die Kontrolle über das Auto zu gewinnen. Ein Computer wird dann dasselbe Programm ausführen wie das Smartphone, um die Sicherheit, auch im Fall einer Störung des Telefons, zu gewährleisten", so Jun Jo. "Wir geben eine Menge Geld für ein Auto und seine Reparaturen aus, trotzdem steht es meist mehr als 90 Prozent in der Garage oder auf der Straße, wodurch wertvoller Platz verloren geht. Das Konzept eines fahrerlosen Autos würde auf einen Schlag die Parkprobleme in Großstädten abschaffen." Jun Jo glaubt außerdem, dass fahrerlose Autos in spätestens zehn bis zwanzig Jahren auf unseren Straßen fahren und damit auch die Sicherheit auf diesen erhöhen werden.
"Da unser System Objekte und Fahrspuren erkennt sowie die Bewegung anderer Objekte, in Bezug auf Geschwindigkeit und Richtung, kann es im Notfall ein Signal an den Fahrer geben oder das Fahrzeug anhalten. Die schnelle Entwicklung von verschiedenen Technologien, besonders in Bereichen wie Elektronik, IT und Robotertechnik, bedeutet, dass das neue System automatisch mehr Sicherheit bietet, da menschliches Versagen ausgeschaltet wird", so der Forscher.
Die Studierenden, die an dieser Vision eines fahrerlosen Gefährts mitarbeiten, kommen aus ganz unterschiedlichen Studienbereichen. Beispielsweise aus den Bereichen IT oder Microelectronics, aber auch aus weiterführenden Studiengängen. Deutsche Studierende, die sich für ein Auslandssemester an der Griffith University im Bundesstaat Queensland interessieren und an interessanten Projekten mitwirken möchten, können sich jetzt unter www.gostralia.de/griffith informieren. Die Deutschland-Vertretung der Universität, die Einrichtung GOstralia!-GOzealand!, informiert komplett kostenfrei zu den Studienmöglichkeiten in Down Under. Mehr Infos unter www.gostralia.de.
Foto: Hier wird an der Zukunft des Fahrens geforscht: Dr. Jun Jo von der australischen Griffith University. Foto: Griffith University
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Datum: 30.01.2013 - 17:01 Uhr
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