Innovative Energietechnologie
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Innovative Energietechnologie
Praxistest erfolgreich: Kreiskrankenhaus gewinnt hocheffizient Wärme und Strom aus Brennstoffzelle
"Die technische Zuverlässigkeit der Hochtemperaturbrennstoffzelle und ihr hoher elektrischer Wirkungsgrad hat sich im Feldversuch erwiesen", stellte Ministerin Conrad fest. "Während der Erprobungsphase wurde der Anlagenbetrieb vom Brennstoffzellenhersteller und der Fachhochschule Bingen wissenschaftlich begleitet, um die Betriebserfahrungen zur Weiterentwicklung der Technologie zur Marktreife zu nutzen."
Die Molten Carbonate Brennstoffzelle (MCFC) im Kreiskrankenhaus Grünstadt wird von den Pfalzwerken betrieben. Anfang 2007 wurde die erste Phase des Forschungsprojekts offiziell beendet und der alte Zellenstapel aus der Brennstoffzelle gehoben und zur Auswertung nach Ottobrunn in Bayern zum Hersteller transportiert. Zusammen mit dem Bundeswissenschaftsministerium und DaimlerChrysler hatten die Pfalzwerke AG zirka 4,2 Millionen Euro in das Forschungsprojekt Brennstoffzelle investiert. An den Kosten für die erste Phase der Anlagentechnik in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro haben sich zu gleichen Teilen das Kreiskrankenhaus Grünstadt und das Land Rheinland-Pfalz beteiligt.
Heute erfolgt die Auslieferung des neuen Brennstoffzellenstapels im Wert von 1 Million Euro sowie einer neuen ORC-Anlage. In der Zwischenzeit hatte ein hocheffizientes Blockheizkraft die Strom- und Wärmeversorgung übernommen.
Mit der Ergänzung der Brennstoffzelle durch die ORC-Anlage, die die heißen Abgase für weitere Stromerzeugung nutzt, sei eine nochmalige Steigerung der Energieausbeute möglich, sagte Ministerin Conrad. "Ein Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent ist ein Beitrag zu Ressourcenschonung und zum Klimaschutz, den das Kreiskrankenhaus Grünstadt und die Pfalzwerke AG hier leisten. Die Fortentwicklung der Hochtemperatur-Brennstoffzellentechnologie ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg, Rheinland-Pfalz zu einem Energieeffizienzland zu entwickeln, weil sie besonders effizient Strom und Wärme erzeugt. Sie nutzt den Brennstoff Erdgas um 30 Prozent besser als herkömmliche Technik. Eine um 30 Prozent bessere Klimabilanz sowie wesentlich weniger Luftschadstoffe sind das Ergebnis." Ministerin Conrad dankte allen, die sich für das die innovative Anlage, deren Betrieb wissenschaftlich begleitet wird, engagiert haben.
Zusätzlich zu den 1.900 Tonnen CO2, die der Betrieb der Brennstoffzelle bisher jährlich eingespart hat, kommen künftig weitere 150 Tonnen Einsparung pro Jahr durch die neue ORC-Anlage hinzu. Da Strom und Wärme nicht durch Verbrennung, sondern durch eine chemische Umwandlung erzeugt werden, gibt die Brennstoffzelle keine Schadgase wie Stickoxide und Schwefeldioxide ab.
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Datum: 27.03.2009 - 18:32 Uhr
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