Beim Fernseherkauf 2013 besser auf Bewährtes setzen
ID: 811772
AUDIO VIDEO FOTO BILD beantwortet die wichtigsten Fragen / Erster
UHD-Fernseher im Test: Hohe Schärfe, hoher Preis / OLED-TVs in den
Startlöchern
Kaum ist HD-TV eingeführt, drängt mit den ersten UHD-Geräten
(Ultra High Definition) schon die nächste Fernseher-Generation auf
den Markt. Ebenfalls in den Startlöchern stehen OLED-TVs mit
knackigem Kontrast, satten Farben und einem großen
Betrachtungswinkel. Doch in beiden Fällen gilt: abwarten. AUDIO VIDEO
FOTO BILD zeigt, weshalb Kunden beim Fernseher-Kauf dieses Jahr
besser auf Bewährtes zurückgreifen (Heft 3/2013, jetzt erhältlich).
UHD ist schärfer als scharf: Wo HD-Fernseher circa zwei Millionen
Pixel liefern, zeigen UHD-Geräte fast acht Millionen, nämlich 2.000
Bildpunkte in der Höhe und 4.000 in der Breite - daher auch die
Bezeichnung 4K. Allerdings macht sich die verbesserte Bildschärfe nur
dann bemerkbar, wenn der Zuschauer nah genug vor einem großen
Fernseher sitzt. Bei einem Abstand von drei Metern sollte die
Bildschirmdiagonale schon 140 bis 200 Zentimeter betragen, also
doppelt so groß sein wie bisher. UHD-Geräte mit weniger als 140
Zentimetern (55 Zoll) sind uninteressant, weil man die verbesserte
Auflösung nicht wahrnimmt.
Der Kauf eines UHD-Fernsehers lohnt sich noch nicht: Erste Geräte
kommen zwar gerade in den Handel, sind aber noch sehr teuer. Zudem
gibt es bisher keine TV-Sendungen und Filme in UHD und die Anschlüsse
passen noch nicht zu künftigen UHD-Abspielern. AUDIO VIDEO FOTO BILD
hat mit dem LG 84LM960V den ersten UHD-Fernseher getestet
(Testergebnis 2,13; 20.000 Euro). 213 Zentimeter (84 Zoll)
Bildschirmdiagonale und acht Megapixel machen den LG 84LM960V zum
Erlebnis, wenn man in einer Entfernung von 1,5 bis 3 Metern sitzt.
Auch 3D-Bilder lassen sich mit einer einfachen Polbrille in toller
Qualität schauen. Doch schon bei größerer Distanz ist in Sachen
Schärfe kaum ein Unterschied zu HD feststellbar. Außerdem nerven
typische LCD-Schwächen wie etwas schmuddelige helle Flächen und
ungleichmäßige Bildausleuchtung auf der Riesenfläche noch mehr als
auf kleineren TVs.
Wer lieber auf OLED-Technik setzen will, sollte ebenfalls noch
Geduld haben. Zwar überzeugen entsprechende Geräte dank
selbstleuchtender Pixel und nicht benötigter Hintergrundbeleuchtung
mit tollem Kontrast und Farben - doch die Serienproduktion ist
kompliziert: Erste Geräte von LG sollen nun zwar in den Handel
kommen, allerdings mit voraussichtlich rund 10.000 Euro für ein 140
Zentimeter (55 Zoll) großes Modell für viel Geld. Günstigere und
kleinere Geräte sind noch nicht in Sicht.
AUDIO VIDEO FOTO BILD rät TV-Käufern deshalb, 2013 weiter auf
LED-, LCD- und Plasma-Technik zu setzen. Diese Fernseher sind
technisch ausgereift, günstig, mit guter Ausstattung und hoher
Qualität zu haben - während neue Technik wie UHD und OLED oft ein,
zwei Generationen reifen sollte.
AUDIO VIDEO FOTO BILD im Internet: www.avfbild.de
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Datum: 08.02.2013 - 10:33 Uhr
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