ZBW startet mit EEXCESS europaweites Science2.0-Forschungsprojekt
Europäisches Forschungskonsortium erarbeitet radikal neuen Ansatz für die globale Informationsversorgung – ZBW beteiligt sich mit ihren Daten und Angeboten an einer stärkeren Vernetzung von Forschungsumgebungen und „Long Tail Content“
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist einer von zehn europäischen Partnern des 2013 startenden EU-Großprojektes EEXCESS – „Enhancing Europe’s eXchange in Cultural Educational and Scientific Resources”. Das weltweit größte Informationszentrum für die Wirtschaftswissenschaften unter der Leitung des Medieninformatikers Prof. Dr. Klaus Tochtermann bekommt damit das mittlerweile zweite Forschungsgroßvorhaben binnen Kurzem bewilligt. Bereits im Oktober 2012 kam der Startschuss für den von der ZBW initiierten Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0. Die ZBW als Informationsinfrastrukturdienstleister der Leibniz-Gemeinschaft baut somit kontinuierlich ihre Forschungsaktivitäten unter dem übergeordneten Thema Science 2.0 aus.
Prof. Dr. Klaus Tochtermann erklärt Science 2.0 im Videopodcast:
http://www.youtube.com/watch?v=uNC-qoQPr34
In dem Projekt EEXCESS befasst sich die ZBW speziell mit der Konzeption neuartiger, vernetzter und multidisziplinärer Informationslandschaften sowie der technologischen Integration des eigenen Rechercheportals EconBiz in solche Umgebungen. Außerdem sorgt die ZBW dafür, dass die Forschungsergebnisse des Projektes Eingang in die öffentliche Diskussion finden und nachhaltig genutzt werden.
Prof. Dr. Klaus Tochtermann. Direktor der ZBW und Lehrstuhlinhaber für Medieninformatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erklärt die Aufgabe der ZBW in EEXCESS: „EEXCESS löst sich von traditionellen Paradigmen der Bibliotheken, die primär darin bestehen, möglichst viele Anreize zu schaffen, dass die Forschenden in die Bibliothek kommen, um die Literatur zu nutzen. Zukünftig geht es darum, dass die Bibliotheken die vielfältigen Möglichkeiten von Web 2.0 nutzen, um die Forschenden unmittelbar dort mit Literatur zu versorgen wo sie gerade arbeiten. Das kann eine virtuelle Forschungsumgebung, ein Wiki, ein Blog oder ein soziales Netzwerk sein.“
Die Projektpartner der ZBW kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Das Projektvolumen liegt bei circa 6,9 Millionen Euro. Die Laufzeit des Projektes ist 42 Monate.
URL: www.eexcess.eu
Über EEXCESS “Enhancing Europe’s eXchange in Cultural Educational and Scientific Resources”:
Wissenschaftliche Forschungsergebnisse, historische Tondokumente, Bilder von Skulpturen, Filme oder Noten – das Potenzial dieser Forschungs- und Bildungsinhalte für Wissenschaft und Erziehung ist derzeit weitgehend ungenutzt. Den Schatz an kulturellem oder wissenschaftlichem Long Tail Content zum Nutzen aller User offenzulegen, ist das Ziel Projektes EEXCESS “Enhancing Europe’s eXchange in Cultural Educational and Scientific Resources”. Durch personalisierte und kontextualisierte Empfehlungstechnologien zielt das Projekt darauf, existierende Distributionskanäle wie Blogs oder soziale Medien um wissenschaftlich-kulturelle Long-Tail-Inhalte anzureichern. Um hochqualitative Empfehlungen sicherstellen zu können, analysieren die Projektpartner Nutzerverhalten und Gebrauchsstruktur unterschiedlicher User-Gruppen und integrieren das Wissen der Gedächtnisorganisationen. Für die Sicherung des Datenschutzes der User werden innerhalb des EEXCESS-Projektes unterschiedliche Personalisierungsmethoden entwickelt. Durch spezifische Datenschutzempfehlungen, die in den Web-Kanälen enthalten ist, wird EEXCESS den Gebrauch kultureller Ressourcen in drei Szenarien verbessern. (1) Unterstützung von Bildungsprozessen in den Schulen und Universitäten, (2) Verbesserung der wissenschaftlichen Kommunikation zur Förderung neuer Entdeckungen und (3) Verbesserung der allgemeinen Bildung der Öffentlichkeit.
Folgende Partnerinstitutionen sind beteiligt: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (Österreich) – Koordinator; Archäologie und Museum Baselland (Schweiz); bit media e-Learning solution GmbH & Co (Österreich); Collections Trust (Großbritannien); Institut National des Sciences Appliquées de Lyon (INSA) (Frankreich); Know-Center GmbH (Österreich); Mendeley Ltd. (Großbritannien); Universität Passau (Deutschland); Wissenmedia GmbH (Deutschland) sowie ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (Deutschland). Das Projektvolumen liegt bei circa 6,9 Millionen Euro. Die Laufzeit des Projektes ist 42 Monate.
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Über die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft:
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Heute beherbergt die Einrichtung rund 4 Millionen Bände und 33.000 laufend gehaltene Zeitschriften. Daneben stellt die ZBW die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung: EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt heute über knapp 50.000 frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in rund 9 Millionen Datensätzen recherchieren. Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts. Die ZBW wurde 2011 und 2012 für ihre innovative Bibliotheksarbeit mit dem internationalen LIBER Award ausgezeichnet.
Pressekontakt:
DR. DOREEN SIEGFRIED
Pressesprecherin ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
T: +49 [0] 431. 88 14-455 bzw. mobil: +49 [0] 0172. 251 48 91
E: d.siegfried(at)zbw.eu
www.zbw.eu
www.facebook.com/DieZBW
Weitere Videopodcasts zum Thema Forschung und Innovation in der ZBW: http://www.youtube.com/user/DieZBW/videos
Datum: 11.02.2013 - 15:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 812976
Anzahl Zeichen: 5397
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Doreen Siegfried
Stadt:
Kiel
Telefon: 0431-8814-455
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
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