Neue OZ: Kommentar zu EU / Lebensmittel
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Dieser Lebensmittelskandal ist eine Schweinerei europäischen
Ausmaßes. Aller Wahrscheinlichkeit nach besteht zwar keine oder nur
eine geringe Gesundheitsgefahr, doch es handelt sich eindeutig um
einen Betrug am Verbraucher. Wo Rindfleisch draufsteht, darf kein
Pferdefleisch drin sein. Beängstigend sind zudem die erheblichen
Rückstände von Arzneimitteln.
Dies ist nicht nur ein Fall für die Lebensmittelbehörden, sondern
auch für Polizei und Staatsanwalt. Diese kriminellen Machenschaften
müssen über Landesgrenzen hinweg verfolgt und geahndet werden. Darauf
haben nicht nur die Verbraucher einen Anspruch. Auch Fleischerzeuger,
Lebensmittelindustrie und Einzelhandelsketten müssen darauf pochen,
dass schwarze Schafe aus dem Verkehr gezogen werden. Denn wenn
kriminelle Geschäftemacher Skandale verursachen, wird stets die
gesamte Branche in ein schlechtes Licht gerückt.
Deshalb verwundert es nicht, dass diejenigen, die es sich leisten
können, zunehmend zu Bioprodukten greifen. Doch es wäre fatal, wenn
beim Essen ein Zwei-Klassen-System entsteht. Jeder hat Anspruch auf
gesunde und bezahlbare Nahrung. Zum Glück haben viele Discounter und
Einzelhändler längst die eigenen Qualitätsstandards angehoben, auch
weil sie wissen, dass das Vertrauen der Verbraucher bares Geld wert
ist. Doch wie der Pferdefleisch-Skandal zeigt, gibt es noch Lücken,
die geschlossen werden müssen.
Michael Clasen
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Datum: 14.02.2013 - 22:00 Uhr
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