Rekordergebnis 2012: Sparda-Banken festigen ihre starke Position in der Baufinanzierung
ID: 817213
- Kreditvolumen wächst um 6 Prozent auf 37 Milliarden Euro
- Netto 89.000 neue Mitglieder gewonnen
- Jahresüberschuss steigt um 5 Prozent auf 138 Millionen Euro
- Zahl der Mitarbeiter nimmt leicht zu
- Studien belegen hohe Kundenzufriedenheit
Die Gruppe der Sparda-Banken hat das Geschäftsjahr 2012
erfolgreich abgeschlossen. Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem
originären Kreditgeschäft, das bei den Sparda-Banken zu 95 Prozent
aus Baufinanzierungen besteht. Insgesamt stieg das Kreditvolumen um
weitere 2,1 Mrd. EUR oder 5,9 Prozent auf 37,4 Mrd. EUR. Auch die
Kundeneinlagen sind trotz des intensiven Wettbewerbs um 1,1 Mrd. EUR
oder 2,1 Prozent auf mehr als 52,3 Milliarden Euro gewachsen. Unter
dem Strich steigerten die zwölf Sparda-Banken die Bilanzsumme um 2,0
Milliarden (+3,3 Prozent) auf 63,1 Milliarden Euro. Auch die
Mitgliederzahlen entwickeln sich weiterhin positiv. Netto haben die
Sparda-Banken im Berichtsjahr 89.000 neue Mitglieder gewonnen. Damit
zählt die Bankengruppe schon 3,4 Millionen Mitglieder.
"Wir freuen uns, dass wir unseren soliden Wachstumskurs fortsetzen
konnten. Angesichts der weiterhin widrigen Bedingungen im
Bankengewerbe ist das keine Selbstverständlichkeit", sagt Prof. Dr.
Joachim Wuermeling, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der
Sparda-Banken e.V. "Wir sehen den anhaltenden Zustrom von Neukunden
als eine Bestätigung unseres transparenten und unkomplizierten
Geschäftsmodells. Wir brauchen keinen Kulturwandel, denn wir
betreiben seit 120 Jahren konsequent die Art von Banking, auf die
sich heute alle zurückbesinnen wollen."
Jahresüberschuss trotz rückläufigen Zinserträgen auf Rekordniveau
Der kumulierte Jahresüberschuss der zwölf Sparda-Banken ist 2012
nach vorläufigen Zahlen um 4,9 Prozent auf 138,3 Millionen Euro
gestiegen. Damit erzielt die Gruppe erneut ein Rekordergebnis. Die
Provisionserträge haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 7,1
Prozent auf 162,7 Millionen Euro zugenommen. Der Zinsüberschuss sank
dagegen um 8,2 Prozent auf 947,4 Millionen Euro. Das ist eine Folge
des anhaltenden Niedrigzinsniveaus. Die Verwaltungsaufwendungen
erhöhten sich leicht um 3,3 Prozent auf 759,7 Millionen Euro. Ein
zunehmend hoher Anteil entfällt dabei auf die Umsetzung neuer
regulatorischer Anforderungen. Zudem stieg die Zahl der Mitarbeiter
nochmals leicht auf 6354.
In der Summe errechnet sich mit 350,3 Millionen Euro ein
verglichen mit dem Vorjahr deutlich niedrigeres Teilbetriebsergebnis
(-21,9 Prozent). Aufgrund des positiven Bewertungsergebnisses im
Wertpapierbereich fiel das Betriebsergebnis nach Bewertung mit 439,3
Millionen Euro dennoch um 6,2 Prozent höher aus als im Vorjahr.
Vermittlung von Fonds- und Bauspar-Produkten mit Spitzenwerten
Positiv hat sich im Geschäftsjahr 2012 insbesondere das Geschäft
mit der Vermittlung von Fonds entwickelt. Dem Kooperationspartner
Union Investment Privatfonds GmbH wurden Fonds mit einem
Gesamtvolumen von 888,0 Millionen Euro vermittelt. Das ist ein
deutliches Plus von 89,0 Millionen Euro bzw. 11 Prozent und die
höchste Wachstumsrate seit 2007. Beim Bauspar-Vermittlungsgeschäft
legten die Sparda-Banken leicht um 0,7 Prozent zu. So wurde für die
Kooperationspartner Bausparkasse Schwäbisch Hall und BHW 2012
Neugeschäft im Volumen von insgesamt 2,4 Milliarden Euro
abgeschlossen. Weniger erfreulich entwickelte sich das
Vermittlungsgeschäft mit Lebensversicherungen. Die Sparda-Banken
führten dem Kooperationspartner DEVK ein Versicherungsvolumen von 974
Millionen Euro zu. Das entspricht einem Rückgang von 6,9 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr.
Herausragende Kundenzufriedenheit
Genossenschaftsbanken sind für Verbraucher seit Ausbruch der
Finanzkrise noch deutlich attraktiver geworden, belegt die aktuelle
Studie "Genossenschaftsbanken in Europa" von Oliver Wyman. Das zeigt
sich unter anderem am Umsatz- und Bilanzwachstum der
genossenschaftlichen Banken. Während andere Banken unter
Vertrauensverlusten leiden, hat das Kundenvertrauen gegenüber den
Genossenschaftsbanken zugenommen.
"Entscheidend für das Vertrauen unserer Kunden und Mitglieder sind
von den Sparda-Banken traditionell gelebte Werte wie Vertrauen,
Stabilität, Nähe, Nachhaltigkeit und soziales Engagement", so
Wuermeling. "Kundenzufriedenheit ist bei uns kein Marketing-Konzept,
sondern fester Bestandteil der Unternehmenskultur. 2012 haben wir zum
20. Mal in Folge den ersten Platz bei der Studie 'Kundenmonitor
Deutschland' erzielt. Das stabile Vertrauen der Kunden ist einer der
wichtigsten Erfolgsfaktoren der Sparda-Banken."
Erschwerte Bedingungen durch europäische Regulierungsvorhaben
"Geschäftsmodelle wie das der Sparda-Banken werden durch die
europäischen Maßnahmen zur Regulierung des Bankensektors nicht
ausreichend berücksichtigt. Denn die Europäische Zentralbank hat ein
direktes Zugriffsrecht auch auf die Sparda-Banken. Außerdem ist zu
befürchten, dass die EZB über Regeln für die nationalen Aufseher die
Aufsichtspraxis in Europa in ein einheitliches Korsett zwängt", sagt
Wuermeling. "Wir fordern die Bundesregierung auf, bei den
Ausführungsregeln sicherzustellen, dass der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht der notwendige Spielraum bleibt, um
auch den Besonderheiten unseres Geschäfts Rechnung zu tragen."
Ausblick auf das Jahr 2013
Die Rahmenbedingungen für das Geschäft der Sparda-Banken werden
schwierig bleiben. Bei aller Veränderung setzen die Sparda-Banken
aber nicht auf die Einschränkung ihres Wertangebots gegenüber dem
Kunden, sondern auf dessen Ausweitung. Dabei stehen die Nähe zum
Kunden, der Nutzen für den Kunden und das persönliche Verhältnis zum
Kunden weiterhin im Vordergrund.
Trotz des hohen Kostendrucks werden die Sparda-Banken auch in
diesem Jahr kräftig investieren, vor allem in die IT. Die nationale
Fernseh- und Onlinewerbung wird fortgesetzt - wobei erstmals die
"Sparda-Baufinanzierungswochen" bundesweit beworben werden. Zudem
stärkt die Weiterentwicklung einer Tochtergesellschaft der
Sparda-Banken zu einer umfassenden bankfachlichen
Beratungsgesellschaft die Innovationskraft der Gruppe.
Zur Sparda-Gruppe:
Die Gruppe der Sparda-Banken besteht aus zwölf wirtschaftlich und
rechtlich selbständigen Sparda-Banken in Deutschland sowie mehreren
Service-Gesellschaften. Mit über 3,4 Mio. Mitgliedern bzw. ca. 4 Mio.
Kunden gehören die Sparda-Banken zu den bedeutendsten Retailbanken in
Deutschland. Die Sparda-Banken sind als genossenschaftliche Banken
Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken (BVR).
Pressekontakt:
Isabelle Drexler
Verband der Sparda-Banken e.V.
Hamburger Allee 4 (Westendgate), 12. OG
60486 Frankfurt
isabelle.drexler@verband.sparda.de
Tel.: +49 (0) 69 / 79 20 94 - 40
Fax: +49 (0) 69 / 79 20 94 - 11
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Datum: 18.02.2013 - 13:43 Uhr
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