Ausgezeichnete Energiewerte im zertifizierten Plusenergiehaus
Das erste Grimmaer Plusenergiehaus im Fichteweg hat die hohen Zertifizierungsanforderungen des unabhängigen Darmstädter Passivhausinstituts Dr. Wolfgang Feist erfüllt. Die Urkunde „Qualitätsgeprüftes Passivhaus“ übergab Matthias Berger, Oberbürgermeister der Stadt Grimma, heute den Eigentümern, dem Ehepaar Modler. „Als zertifizierte Europäische Energie- und Klimaschutzkommune sind wir natürlich stolz darauf, dass immer mehr private Bauherren sich dem anschließen und auf Energieeinsparung setzen“, äußerte er sich positiv über die Entwicklung.
Familie Modler mit Zertifizierungs-Urkunde vor ihrem Plusenergiehaus.(firmenpresse) - Das Konzept Passivhaus
Das Plusenergiehaus in Massivbauweise ist in der Basis ein Passivhaus, dessen Kennzeichen eine optimale Gebäudedämmung, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und passive Wärmequellen wie Haushaltsgeräte sind. Durch die zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Dach wird das Passivhaus zum Plusenergiehaus. Der selbst erzeugte grüne Strom wird vorrangig für den Eigenverbrauch genutzt, der Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist. An dunklen Wintertagen kann fehlende Restenergie für Heizung und Warmwasserbereitung mit der Sole-/Wasser-Wärmepumpe inkl. Erdsonde erzeugt werden.
Überschuss prognostiziert
Seit September wohnt Familie Modler in ihrem neuen Eigenheim, das in der Jahresbilanz ausgezeichnete Energiewerte vorweisen wird, wie die Prognose aufzeigt. Mit ihrer Photovoltaikanlage erzeugen die Modlers rund 7.350 Kilowattstunden Strom pro Jahr, wovon sie ca. 1.850 kWh für ihren Eigenverbrauch nutzen. Der Gesamtverbrauch für Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom und Hilfsstrom liegt bei 5.600 Kilowattstunden pro Jahr. Beziehen sie den Reststrom von 3.750 kWh für durchschnittliche 25 Cent pro kWh, fallen 937 Euro Stromkosten im Jahr an. Den Überschuss des selbst erzeugten Stroms von 5.500 kWh speist Familie Modler für 19,3 Cent pro kWh ins öffentliche Netz ein und bekommt dafür 1.061 Euro vergütet.
In Zukunft noch unabhängiger
„Perspektivisch planen wir, einen Batteriespeicher zu installieren, um den Eigennutzungsanteil noch zu erhöhen“, erklärt Uwe Kettner, Geschäftsführer des planenden und ausführenden Generalunternehmens BMB GmbH. „Da die Kosten für die Kilowattstunde bezogenen Stroms höher sind als die Einspeisevergütung, wird dies bei steigenden Strompreisen und fallenden Investitionskosten für Batteriespeicher wirtschaftlich sinnvoll.“ Zudem denkt das Ehepaar Modler darüber nach, sich ein Elektroauto anzuschaffen. „Das können wir dann mit unserem selbst erzeugten Strom aufladen“, erklärt Martin Modler. „Zusammen mit einem Batteriespeicher machen wir uns damit von steigenden Energiekosten so unabhängig wie möglich.“ Mehr selbst erzeugten Strom zu verwenden, hat ferner einen gesamtwirtschaftlichen Vorteil, denn dadurch werden Lastspitzen bei der Netzeinspeisung verhindert.
Grimma – Pionier des Klimaschutzes
Die Stadt Grimma gehört zu den Vorreitern in Sachen Passivhaus: Zum einen steht im Ortsteil Schkortitz das erste zertifizierte Passivhaus Sachsens, zum anderen ist die Waldschule in Grimma-Süd der erste sächsische Schulbau in Passivhausbauweise. Beide Baumaßnahmen wurden von der BMB GmbH geplant und ausgeführt. In vielen kommunalen Bereichen leistet Grimma bereits einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz. So werden kommunale Gebäude systematisch untersucht, optimiert und kontrolliert, um ihre Energiebilanz stetig zu verbessern.
Im Sommer 2012 wurde die Stadt als Energiesparkommune mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Die vorangegangene Überprüfung ergab, dass in den kommunalen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung bedeutende Energiesparpotenziale erschlossen wurden.
Fakten Plusenergiehaus Modler in Grimma
-Einfamilienhaus in Massivbauweise, zertifiziertes Passivhaus
-beheizte Wohnfläche: 200 m²
-optimale Gebäudedämmung ohne Wärmebrücken
-hocheffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
-Solewärmetauscher zur Vorerwärmung der Zuluft im Winter und passiven Zuluftkühlung im Sommer
-Sole-/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde zur Restheizung und WW-Bereitung
-Photovoltaikanlage 7,35 Kilowatt-Peak (kWp) mit Eigennutzung und Überschuss-Netzeinspeisung des erzeugten Stroms
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Seit 22 Jahren steht der Name BMB GmbH für energieoptimierte Gebäudekonzepte. Das Leistungsspektrum umfasst Energieberatung, Planung und Bauüberwachung sowie den schlüsselfertigen Neubau in Massivbauweise (in Serie) und die Sanierung von Gebäuden im Passivhaus- und Plusenergiehausstandard. Bis heute wurden ca. 60 Passivhäuser, davon zehn Plusenergiehäuser, errichtet.
BMB GmbH Kettner-Haus
Uwe Kettner, Geschäftsführer
Wallgraben 9
04668 Grimma
Tel.: 03437 7076700
E-Mail: info(at)kettner-haus.de
www.kettner-haus.de
Ulrike Gierth
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Datum: 18.02.2013 - 16:52 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 18.02.2013
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