Konstantes Wachstum der Pflanzenbiotechnologie außerhalb von Europa / Innovationen statt ideologischer Barrieren notwendig
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immer mehr gentechnisch veränderte Pflanzen an. Im vergangenen Jahr
befand sich die Pflanzenbiotechnologie damit weiter ungebremst auf
Erfolgskurs. Das geht aus den aktuellen Zahlen der nichtstaatlichen
Organisation "International Service for the Acquisition of
Agri-Biotech-Applications" (ISAAA) hervor, die die
landwirtschaftliche Nutzung grüner Biotechnologie seit vielen Jahren
bilanziert.
Demnach ist die mit gentechnisch veränderten Pflanzen bestellte
Anbaufläche 2012 weltweit um insgesamt 10,3 Millionen Hektar oder
rund 6 Prozent auf 170,3 Millionen Hektar gestiegen (2011: 160
Millionen Hektar). Die Zahl der Farmer, die gentechnisch verändertes
Saatgut einsetzten, wuchs um rund 600.000 auf 17,3 Millionen. Seit
Jahren legt der Markt für transgene Pflanzen kontinuierlich zu - vor
allem in Nord- und Südamerika sowie Asien.
Dr. Matthias Braun, Vorsitzender der Deutschen
Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), kommentiert diese
Entwicklung: "In der EU und in Deutschland hat sich die
landwirtschaftliche Nutzung der Pflanzenbiotechnologie vom weltweiten
Trend abgekoppelt. Als Volkswirtschaft, die von Intelligenz und
Innovationen statt Rohstoffen und Billigfertigung lebt, machen wir
damit einen schweren Fehler."
Der Nutzen der Pflanzenbiotechnologie werde in Europa ignoriert,
so der DIB-Vorsitzende. Braun sagt: "Klimawandel, begrenzte
Ressourcen an Rohstoffen, Wasser und fruchtbaren Böden sowie eine
stark wachsende Weltbevölkerung machen leistungsstarke und
klimaangepasste Nutzpflanzen nötig. Das gilt besonders für Regionen,
die von zunehmender Trockenheit betroffen sind. Hier werden in den
kommenden Jahren vor allem trockenheitstolerante Sorten von Mais,
Reis oder Weizen eine sehr wichtige Rolle spielen."
In Europa ist die Biotechnologie nach Meinung des DIB-Vorsitzenden
für die Verwirklichung einer echten Bioökonomie relevant. Für eine
biobasierte Wirtschaft werden in Zukunft große Mengen Biomasse von
hoher Qualität benötigt. Entscheidend sei daher die Frage, wie die
Landwirtschaft künftig mehr Biomasse bei gleichbleibender Ackerfläche
nachhaltig erzeugen kann. Braun sagt: "Vor diesem Hintergrund ist es
fahrlässig, die Pflanzenbiotechnologie trotz ihres belegten Nutzens
und ihrer bewiesenen Sicherheit nicht anzuwenden. Nachhaltig und
hilfreich für die Verwirklichung einer Bioökonomie ist das nicht!"
Die DIB ist die Biotechnologievereinigung des Verbandes der
Chemischen Industrie e.V. (VCI) und seiner Fachverbände.
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Datum: 21.02.2013 - 13:19 Uhr
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