Wärmedämmverbundsysteme und das Märchen vom Schimmel

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Wärmedämmverbundsysteme und das Märchen vom Schimmel



(pressrelations) - s um besseren Wärmeschutz im Altbau geht, haben sich Wärmedämmverbundsysteme längst bewährt. Durch die Dämmung der Gebäude mit einer solchen "Thermohaut" können Wärmeverluste über die Fassade minimiert werden, der Wohnkomfort steigt und die Energiekosten verringert sich.
Circa 40 bis 50 Prozent der Wärmeverluste von Gebäuden im Bestand entfallen auf Fassaden- und Fensterflächen. Somit liegen bei diesen Bauteilen enorme Energieeinsparungspotentiale. Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) besteht grundsätzlich aus drei Komponenten, die auf eine tragende Außenwand angebracht werden: Dämmplatten, Armierung und Oberputz. Als Dämmstoff kommt aus Kostengründen meistens expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) zur Anwendung. Ebenfalls möglich ist der Einsatz von Mineralwolle oder organischen Materialien", erklärt Matthias Strehlke von der EnergieAgentur.NRW.

Wie viel Energie sich mit Hilfe eines WDVS einsparen lässt, hängt wesentlich von der Qualität des eingesetzten Dämmstoffs- und dem baulichen Zustand vor der Sanierung ab. Wie stark die Dämmung wirkt, bestimmen Wärmeleitzahl (WLZ) und Dämmstoffdicke. Strehlke: "Je niedriger die WLZ desto besser."

Zum Beispiel: Ein freistehendes Einfamilienhaus (Baujahr 1950, 120 m2 Wohnfläche, ein Vollgeschoss) wird mit Hilfe eines Wärmedämmverbundsystems saniert. Vor der Sanierung liegt der Endenergiebedarf des Gebäudes bei rund 400 kWh/ m2 und Jahr. Durch die Sanierung sinkt der Endenergiebedarf um rund 25%. Der bessere Wärmeschutz schlägt sich auch auf die Energiekosten nieder "Die Energiekosten reduzieren sich um rund 750 Euro/a", rechnet der Mann von der EnergieAgentur.NRW vor. Strehlke: "Idealerweise sollte die Dämmung der Außenwände immer in ein energetisches Gesamtkonzept eingebettet werden, das auch Fenster und Gebäudetechnik beinhaltet."

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass durch eine Gebäudemodernisierung nach einer Sanierung die Gefahr von Schimmelpilzbildung steige. Das wird unter anderem damit begründet, dass die Außenwände nach der Aufbringung von WDVS nicht mehr "atmen" könnten. "Die Vorstellung, eine Wand müsse atmen können, geht auf den Irrtum eines im 19. Jahrhundert lebenden Chemikers zurück und ist heute in der modernen Bauphysik eigentlich nicht mehr aufrechtzuerhalten", weiß Matthias Strehlke. So ist heute unter Fachleuten unumstritten, dass für Feuchteabfuhr in einem Gebäude das korrekte Lüftungsverhalten der Bewohner von entscheidender Bedeutung ist. Außerdem liegen bei Gebäuden mit gedämmten Außenwänden die Oberflächentemperatur der Innenwände deutlich über den Oberflächentemperaturen ungedämmter Wände. Damit wird das Risiko der Schimmelpilzbildung im Gebäude durch eine Sanierung entscheidend reduziert. "Außerdem führen höhere Oberflächentemperaturen in Gebäuden nachweislich zu einem angenehmeren Raumklima", so der Fachmann.



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Datum: 25.02.2013 - 15:21 Uhr
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