Für saubere Luft: Was Bürger und Kommunen bewegen können
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Für saubere Luft: Was Bürger und Kommunen bewegen können
VCD-Projekt informiert ab heute über das Einmaleins der Luftreinhaltung
Berlin, 4. März 2013. Viele deutsche Städte haben ein Problem mit Luftverschmutzung - das kritisierte auch die EU-Kommission vergangene Woche und forderte 33 Städte auf, bis 2015 die Stickoxide zu senken und die Luftqualität zu verbessern. Wie das geht, zeigt ab heute das Projekt »Clean Air«: Auf dem Onlineportal www.saubereluft.org werden Bürger und Kommunen einfach und verständlich über Ursachen und Folgen der Luftverschmutzung sowie Maßnahmen zum Gegensteuern informiert.
Skizziert werden politische Entwicklungen, rechtliche Grundlagen und wissenschaftliche Ergebnisse. Ganz ohne Fachjargon, auch für Laien verständlich. Welche Auswirkungen haben Schadstoffe auf die Gesundheit? Woher kommt der Dreck? Antworten zu diesen und weiteren Fragen erhalten Interessierte. Darüber hinaus können sich Bürger beteiligen und berichten, wie ihr Engagement für saubere Luft aussieht: Vom Verzicht auf das eigene Auto bis hin zur Gründung einer Bürgerinitiative.
Heiko Balsmeyer, Projektleiter von »Clean Air«: "Oft kann schon mit wenigen Handgriffen die Luftqualität verbessert werden. Etwa durch die Ausstattung von Dieselfahrzeugen mit einem Partikelfilter oder durch den Umstieg auf das Fahrrad oder E-Rad. Wir wollen den Bürgern auf die Sprünge helfen und zeigen, wie jeder persönlich einen Beitrag für saubere Luft leisten kann."
Für Kommunen gibt es ebenfalls Luftreinhalte-Tipps, beispielsweise zur verstärkten Förderung des Umweltverbundes oder der Ausrüstung von Busflotten mit Partikelfiltern. Wie einige Städte die Maßnahmen bereits umsetzen, zeigen Best-Practise-Beispiele. Ein solches Beispiel ist Berlin: 2010 hat die Stadt ihre Umweltzone "auf grün" geschaltet sowie ihre gesamte Busflotte mit Partikelfiltern ausgestattet. Wie es gelang, dass nach einem Jahr 58 Prozent weniger Dieselrußpartikel in der Berliner Luft schwebten, zeigt das Onlineportal auf.
"Obwohl einige Städte mit gutem Beispiel voran gehen, gibt es immer noch Städte, die Luftreinhaltung nicht ernst nehmen und keine effektiven Maßnahmen ergreifen. Das ist unverantwortlich, schließlich verursachen hohe Feinstaubwerte Herz-Kreislauf- und Atemwegs-erkrankungen und führten alleine 2010 zu vorzeitigen 420.000 Todesfällen", so Heiko Balsmeyer.
Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur sind derzeit etwa ein Drittel der europäischen Großstädter von zu hohen Feinstaubwerten betroffen. Auf www.saubereluft.org wird nun gezeigt, wie gegengesteuert werden kann.
»Clean Air« ist ein europaweites Projekt, das sich für eine bessere Umsetzung der EU-Luftreinhaltepolitik einsetzt. Beteiligt sind neun Nichtregierungsorganisationen aus fünf EU-Ländern. Ziel ist es, Best-Practice Beispiele zu verbreiten sowie den Wissenstransfer zwischen Experten, Entscheidern und der Zivilgesellschaft zu unterstützen. Für saubere Autos, Schiffe, Busse - damit alle frei durchatmen können. Weitere Informationen zu »Clean Air« gibt es unter www.cleanair-europe.org
Rückfragen und Interviewwünsche: Anja Smetanin, VCD-Pressesprecherin ? Fon 030/280351-12 ? Fax -10 ? presse@vcd.org
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Datum: 04.03.2013 - 10:51 Uhr
Sprache: Deutsch
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