Frackingverbot in Wasserschutzgebieten reicht an der Ruhr nicht aus
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Ruhrverband appelliert an die in Berlin Verantwortlichen, die Wasserressourcen nachhaltig zu schützen
Ein offensichtliches Beispiel für diese Unzulänglichkeit ist die Situation an der Ruhr: Obwohl der Fluss insgesamt 4 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt, umfassen die Wasserschutzzonen der Wasserwerke an der Ruhr nur knapp acht Prozent des Einzugsgebiets der Ruhr! Damit ist der Fluss außerhalb der 8 % Wasserschutzzonen weitgehend ungeschützt möglichen Schadstoffeinträgen aus Frackaktivitäten ausgesetzt, obwohl anschließend aus seinem Wasser Trinkwasser erzeugt wird. Der Ruhrverband fordert daher eindringlich, das Frackingverbot auf die Einzugsgebiete der Flüsse und See auszudehnen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird.
Unabhängig davon ist die beabsichtigte Einführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für Frackingvorhaben aus Sicht des Ruhrverbands grundsätzlich zu begrüßen. Entscheidend ist dabei jedoch, dass nicht nur die Umweltverträglichkeit der beim Fracking eingesetzten Chemikalien unter Beweis gestellt wird, sondern auch die des so genannten Flowbacks, also des Wassers, das nach dem Frackingvorgang an die Erdoberfläche gelangt. Selbst wenn die verwendeten Chemikalien umweltverträglich sind, kann der Flowback nämlich durch Schwermetalle, Uran oder andere Stoffe, die durch das Fracking aus dem Boden gelöst werden, stark belastet sein. Die UVP muss somit eine umfassende Prüfung aller gewässerrelevanten Auswirkungen des jeweiligen Vorhabens unter Beteiligung der betroffenen Wasserverbände und Trinkwasserversorger beinhalten.
Der Ruhrverband als öffentlicher Träger der Wasserwirtschaft fordert die Bundesregierung, den Bundestag und den Bundesrat auf, das lebensnotwendige Gut Wasser so zu schützen, dass wir auch unseren Kindern geeignete Lebensgrundlagen hinterlassen.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Der Ruhrverband ist verantwortlicher Träger der umfassenden Wasserwirtschaft im gesamten Flussgebiet der Ruhr mit einem System von Talsperren zur Bewirtschaftung der Wassermengen und einem flächendeckenden Netzwerk von Abwasserbehandlungsanlagen zur Reinhaltung der Gewässer für 60 Kommunen
Ruhrverband
Kronprinzenstr. 37
45128 Essen
Markus Rüdel
Tel. 0201/178-1160
E-Mail: info(at)ruhrverband.de
Datum: 06.03.2013 - 13:59 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Herr Rüdel
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Essen
Telefon: 0201/178-1160
Kategorie:
Energie & Umwelt
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Freigabedatum: 06.03.2013
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