Für eine durch Weltoffenheit und Toleranz bestimmte Religionspolitik
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Für eine durch Weltoffenheit und Toleranz bestimmte Religionspolitik
Eine demokratische und zukunftsfähige Schule muss vor einer solchen Rück-Entwicklung geschützt werden. Nicht konfessionelle bzw.
religiöse Abgrenzung ist gefragt, sondern eine Schule, in der sich Schülerinnen und Schüler in ihrer kulturellen Unterschiedlichkeit gegenseitig kennen, respektieren und schätzen lernen. Deshalb ist zu hoffen, dass sich die Berliner Bürgerinnen und Bürger mit einer deutlichen Mehrheit für eine Beibehaltung des gemeinsamen Ethik-Unterrichts aussprechen.
Aus integrationspolitischer Sicht kann das Ansinnen von "Pro Reli"
darüber hinaus als historisch überlebt und integrationsfeindlich eingestuft werden.
Die Gesellschaft der Bundesrepublik steht vor der Herausforderung, Regeln zu finden, nach denen Menschen aus sehr unterschiedlichen kulturellen Traditionen mit einander zusammenleben können. Das setzt ein gegenseitiges Kennenlernen der unterschiedlichen kulturellen und auch unterschiedlichen religiösen Traditionen voraus. Der für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtende und gemeinsam durchgeführte Ethik-Unterricht ist ein Weg, dieser Herausforderung gerecht zu werden.
Schülerinnen und Schüler können gemeinsam ihre unterschiedlichen ethischen und kulturellen Werte kennen und respektieren lernen und sich zugleich darüber verständigen, wie sie gemeinsam in der hiesigen Gesellschaft zusammen leben wollen.
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Datum: 08.04.2009 - 19:41 Uhr
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