Teilerfolge in Bangkok
ID: 832778
Teilerfolge in Bangkok
Artenschutzkonferenz schützt bedrohte Holzarten und kämpft gegen Nashorn- und Elefantenwilderei
Berlin/Bangkok, 12.03.2013. - Ein Hoffnungszeichen für Afrikas Nashörner und Elefanten entsandten heute die Delegierten der internationalen Artenschutzkonferenz in Bangkok. Zahlreichen Staaten sollen die Daumenschrauben angezogen werden, die bislang im Kampf gegen die Wilderei ihren Verpflichtungen nicht nachkamen. Bei Nichterfüllen der Auflagen drohen Handelssanktionen, die Millionenverluste für die jeweiligen Länder bedeuten würden. "Gelbe Karte für ungenügenden Nashorn- und Elefantenschutz - dem Strom von illegalen Hörnern und Elfenbein aus Afrika wird damit hoffentlich ein Riegel vorgeschoben," sagte Volker Homes, Leiter Artenschutz des WWF, der die Konferenz vor Ort begleitet. Zudem wurde heute in Bangkok entschieden, Dutzende von kommerziell genutzten Holzarten zukünftig besser zu schützen.
Zum Schutz der Nashörner wurde Vietnam aufgefordert, einen Aktionsplan gegen illegalen Nashornhandel im Land zu entwickeln und umzusetzen, andernfalls würden spätestens im nächsten Jahr Handelssanktionen gegen das Land drohen. Die stark gestiegene Nachfrage nach den Hörnern der Tiere, die laut vietnamesischem Aberglauben gegen Krebs und Kater helfen, heizt die Wilderei kontinuierlich an. In Südafrika wurden in diesem Jahr bereits 146 Tiere gewildert. "Bisher stellte sich Vietnam beim Nashornschutz auf beiden Ohren taub. Mit Sanktionsandrohungen greifen wir zum schärfsten Schwert der Artenschützer", sagt Homes.
Im Falle der Elefanten wurden Thailand, China, Uganda, Kenia, Tansania, Südafrika, Malaysia, Vietnam und die Philippinen verpflichtet, ihre illegalen, unkontrollierten nationalen Elfenbeinmärkte zu schließen und ihre zum Teil erheblichen Elfenbeinvorräte zu registrieren und besser zu sichern. Auch müssen Strafverfolgung und länderübergreifende Zusammenarbeit verbessert werden und neue Techniken wie DNA- und Isotopen-Analyse eingesetzt werden. Ziel ist es, die mafiösen Wildereikartelle zu zerschlagen, indem auch Mittelsmänner und Schaltzentralen der Wilderei aufgedeckt werden. Können die Staaten bis zum nächsten Treffen des Ständigen Ausschusses von CITES im Frühjahr 2014 keine Fortschritte vorweisen, droht den Ländern ebenfalls ein Handelsbann, der alle in CITES aufgenommenen Tier- und Pflanzenartenbetreffen würde.
Für viele Arten von Ebenhölzern, Rosenhölzern und Palisander aus Lateinamerika, Asien und Madagaskar ist der internationale Handel zukünftig nur noch unter strengen Auflagen möglich. Sie wurden in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES aufgenommen. "Damit gelang es, Umweltschutz vor Wirtschaftsinteressen zu stellen und der Übernutzung der nur sehr langsam wachsenden Harthölzer entgegen zu wirken", so Homes. Die auf dem internationalen Markt hochpreisigen Edelmaterialien werden vor allem im Möbel- und Instrumentenbau eingesetzt. Vor allem Hölzer aus Madagaskar wurden in den vergangenen Jahren in großen Mengen illegal abgeholzt und nach China und Europa ausgeführt, trotz eines Exportverbots, das Madagaskar im Jahr 2010 eingeführt hatte.
Pressekontakt
Sylvia Ratzlaff
Pressestelle WWF Deutschland
Tel. 030-311 777 467
Sylvia.Ratzlaff@wwf.de
WWF Deutschland
Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Tel.: +49 30 311 777 - 467
Mobil: 0151 188 54 846
Fax.: +49 30 311 777 - 622
http://www.twitter.com/wwf_deutschland
PresseKontakt / Agentur:
Sylvia Ratzlaff
Pressestelle WWF Deutschland
Tel. 030-311 777 467
Sylvia.Ratzlaff(at)wwf.de
WWF Deutschland
Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Tel.: +49 30 311 777 - 467
Mobil: 0151 188 54 846
Fax.: +49 30 311 777 - 622
http://www.twitter.com/wwf_deutschland
Datum: 12.03.2013 - 16:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 832778
Anzahl Zeichen: 3804
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 237 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Teilerfolge in Bangkok"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l
Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw
Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor
Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature
NATURSTROM AG unterstützt Energiewende in Japan ...
Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima wird in Japan weiterhin um einen dauerhaften energiepolitischen Wandel gerungen. Um ein klares Zeichen für eine japanische Energiewende zu setzen, wird mit Unterstützung der NATURSTROM AG im Laufe des Jahres eine Freiflächen-Photovoltaikanlage in
Deutsche Lösungen zu Umwelt und Energie weltweit gefragt ...
Einen Lösungsansatz bietet der Nürnberger Dienstleister eco2B (kurz für „ecology to business“). Seit 2009 übernimmt das international aufgestellte Team um den Inhaber T. Dillig, Diplom-Volkswirt, in Vertriebsprozessen die Suche, Evaluierung und Vermittlung von Vertriebspartnern oder Endkunde
Frische Brise aus der Mitte Deutschlands ...
Mit einem stark erweiterten Vortragsprogramm wird die Kongressmesse Mitteldeutsche Windbranchentage "Wind.Energie" auf den hohen Informationsbedarf reagieren, den die Kommunen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund um das Thema Energiewende haben. Messechef Wieland Kniffka
Wärmemarkt: Schleichgang statt Energiewende ...
Veraltete und ineffiziente Heizungen in Deutschland werden nach wie vor nur schleppend modernisiert. Der Markt für energiesparende Heiztechnik ist im Jahr 2012 um lediglich 3,4 Prozent gewachsen. Damit kommt die Modernisierung trotz Energiewende deutlich schleppender voran als in der ersten Hälft




