Wahlkampf zulasten Geringqualifizierter
ID: 83546
Wahlkampf zulasten Geringqualifizierter
Sollte die SPD ihre Mindestlohn-Forderung nach der Bundestagswahl umsetzen können, müssten in Westdeutschland die Löhne von 11 Prozent der Beschäftigten angehoben werden, im Osten sogar von 21 Prozent. Kann jedoch ein Arbeitnehmer die 7,50 Euro nicht erwirtschaften, ist ein verantwortlich handelnder Unternehmer gezwungen, den Arbeitsplatz abzubauen, will er nicht sein Unternehmen und damit weitere Jobs gefährden. Je niedriger die Qualifikation des Arbeitnehmers, desto höher ist die Gefahr, dass er seine Arbeitskosten nicht wieder reinholen kann. Der Mindestlohn bedroht somit in erster Linie die Arbeitsplätze Geringqualifizierter – ausgerechnet jene Gruppe, die es in der Rezession besonders schwer hat. Die Beschäftigungsverluste wären im Westen Deutschlands erheblich. Im Osten würden sie erschütternde Ausmaße annehmen. Insgesamt könnten nach Schätzungen des Ökonomen Friedrich Schneider mehr als 800.000 Stellen in die Schattenwirtschaft abwandern. Was ein Mindestlohn anrichten kann, zeigt ein Blick nach Frankreich. Dort bleibt vor allem jungen Menschen der Zugang zum Arbeitsmarkt versperrt. Die Jugendarbeitslosigkeit ist dort mit 18 Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland.
Mindestlohn-Befürworter argumentieren oft, man müsse von seiner Hände Arbeit leben können. Doch der Mindestlohn kann individuelle Notlagen nicht zielgenau beheben und ist deshalb für die Grundsicherung ungeeignet. Diese sozialpolitische Funktion kann das Arbeitslosengeld II besser erfüllen. Um Bedürftigkeit zu vermeiden, müsste der Mindestlohn je nach Haushaltsgröße unterschiedlich hoch sein. Ein Alleinstehender erreicht schon mit 5 Euro das Existenzminimum. Eine Alleinerziehende mit einem Kind wäre hingegen selbst mit einem Stundenlohn von 10 Euro noch auf ergänzende Sozialtransfers angewiesen.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Internetredaktion:
Johannes Christ
Telefon: 0221 4981-547
christ@iwkoeln.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.04.2009 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 83546
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 411 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wahlkampf zulasten Geringqualifizierter"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln
TAG Immobilien AG vermietet Wohn- und Gewerbeflächen in Leipzig ...
rg, 14. April 2009) Die TAG Immobilien AG hat weitere Vermietungserfolge in Leipzig erzielt. Für 47 familiengerecht geplante Wohneinheiten in Leipzig Lindengarten ist die Revitalisierung des Ende der 30iger Jahre errichteten Gebäudekomplexes abgeschlossen worden. Der aktuelle Vermietungsstand
Debi Select startet weiteren Factoring Fonds ...
Die Landshuter Debi Select Unternehmensgruppe gibt in diesen Tagen ihren Debi Select Classic Fonds 2 GmbH & Co. KG in den Vertrieb. Der Fonds hat ein Investitionsvolumen von 50 Mio. Euro. Eine Mindestbeteiligung ist ab 3.000,-- Euro zzgl. 5 % Agio möglich. Geplant ist, den Fonds bis zum 31.12.2
ARD-Plusminus: Auch Bundesunternehmen drohen hohe Verluste aus Cross Border Leasing-Geschäften ...
Leipzig (mdr) – Neben Kommunen haben auch Unternehmen im Besitz des Bundes Cross-Border-Leasing-Geschäfte mit US-Investoren abgeschlossen. Das berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus in seiner aktuellen Ausgabe. Dabei hat die Deutsche Bahn AG ICE-Züge im Wert von 660 Millionen E
Personalabteilungen richtig aufstellen ...
In seiner nächsten Veranstaltung am 29. April 2009 wird sich LEGALnetworx eines ebenso juristischen wie auch strategischen Themas annehmen, nämlich der Aufstellung von Personalabteilungen. Die Referenten sind Gracija Zauner (HR Consultant, HRblue AG), Arne Prieß (Vorstand, HRblue AG) und D




