Privatisiertes Uniklinikum Gießen und Marburg: GRÜNE gehen Berichten über wachsende Unzufriedenheit nach
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Privatisiertes Uniklinikum Gießen und Marburg: GRÜNE gehen Berichten über wachsende Unzufriedenheit nach
Krankenhäuser unterliegen einem steigenden ökonomischen Druck. In vielen Krankenhäusern findet ein Personalabbau im Pflege- und Assistenzbereich statt, obwohl durch kürzere Liegezeiten und schwere Erkrankungen der Pflegebedarf in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Beschwerden von Patienten über eine unzureichende Versorgung und Klagen des Pflegepersonals über Belastungen nehmen zu. Dabei steht das privatisierte Universitätsklinikum Gießen und Marburg aktuell in besonders harscher Kritik aufgrund einer wachsenden Unzufriedenheit von Patienten und Personal.
"Wir wollen vor dem Hintergrund der veränderten gesundheitspolitischen Herausforderungen erfahren, wie sich die hessischen Krankenhäuser in den letzten 5 Jahren hinsichtlich verschiedener Kennziffern für Versorgungsqualität, Personalausstattung und Personalbelastung entwickelt haben. Dabei setzen wir ein Augenmerk auf Besonderheiten des privatisierten Universitätsklinikums Gießen und Marburg gerade hinsichtlich der Versorgungsqualität, der messbaren Belastung von Personal in Form der Krankenstandsentwicklung, der Personalausstattung und der Erfüllung der bestmöglichen Integration von Forschung und Lehre. In diesem Zusammenhang wollen wir zudem wissen, ob das privatisierte Uniklinikum auch seinem Auftrag der regionalen Basisversorgung nachkommt oder sich immer stärker auf Fälle spezialisiert, die sich für die Klinik rentabler gestalten", so die Marburger Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Angela Dorn.
DIE GRÜNEN fordern die Landesregierung dazu auf, sich der Frage von Personalmindeststandards, insbesondere des Pflegebereichs, und deren möglicher Ausgestaltung in hessischen Kliniken im Interesse der Patienten umfassend zu stellen. Personalstandards an den Universitätskliniken müssten zudem wegen der zusätzlichen Anforderungen durch Forschung und Lehre gesondert festgelegt werden. "Der Ökonomisierungsdruck der hessischen Kliniken und privatisierten Universitätsklinken darf weder zu Lasten der Patientinnen und Patienten sowie des Pflegepersonals noch zu Qualitätseinbußen bei Forschung und Ausbildung führen. Durch unseren Berichtsantrag wollen wir herausfinden, wie es tatsächlich darum bestellt ist."
Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: gruene@ltg.hessen.de
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Datum: 15.04.2009 - 11:51 Uhr
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