Zum Internationalen Tag des Waldes (21.3.): NABU gründet Deutschen Waldschutzfonds
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Zum Internationalen Tag des Waldes (21.3.): NABU gründet Deutschen Waldschutzfonds
NABU: Deutscher Waldschutzfonds gegründet
Stiftung will Waldflächen für den Aufbau urwüchsiger Naturwälder kaufen
Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes am 21. März hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe den "Deutschen Waldschutzfonds im NABU" mit einem Startkapital von 50.000 Euro gegründet. Über den Fonds will die Stiftung des NABU-Bundesverbandes Wälder in Deutschland erwerben, um diese langfristig zu Urwäldern von morgen zu entwickeln. In den Waldschutzfonds können Unternehmen und Privatpersonen einzahlen, die bei dieser Aufgabe besondere Verantwortung übernehmen wollen. Einen ersten Erfolg kann der neue Fonds bereits vorweisen: Die NABU-Stiftung kaufte darüber bereits 3,6 Hektar Laubmischwald im Naturpark Märkische Schweiz.
"Der größte Teil der Wälder in Deutschland wird intensiv forstwirtschaftlich genutzt und bietet damit nur noch wenigen Arten einen Lebensraum. Durch die gestiegene Nachfrage nach dem Rohstoff und alternativen Energielieferanten Holz steigt die Nutzungsintensität im Wald weiter an. Über den Deutschen Waldschutzfonds wollen wir Wälder kaufen, die im NABU-Eigentum dauerhaft ungenutzt bleiben. Bei uns dürfen Bäume zu Urwaldriesen heranwachsen und ausschließlich als wertvoller Lebensraum dienen", sagte Stiftungsvorstand Christian Unselt. Viele im Wald lebende Arten, darunter so bedrohte wie Schwarzstorch, Hirschkäfer oder Bechsteinfledermaus, seien auf strukturreiche Naturwälder mit alten Baumriesen angewiesen.
Laut Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung von 2007 soll ein Anteil von fünf Prozent der deutschen Wälder ungenutzt der Naturentwicklung übergeben werden, um die Vielfalt der Waldarten zu erhalten. Die für Deutschland typischen Buchenwälder sind Heimat von mehr als 4.300 Pflanzen- und Pilzarten sowie über 6.700 Tierarten. Nach Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürfen sich derzeit aber gerade einmal zwei Prozent des Waldes ungenutzt entwickeln. Der Großteil der Bäume wird bereits nach einem Drittel der natürlichen Lebenszeit forstwirtschaftlich genutzt. Überlebenswichtige Strukturen wie Totholz, Höhlen und grobborkige Rindenstrukturen fehlen weitestgehend im Wirtschaftswald.
Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe kauft in ganz Deutschland Naturschutzflächen von überregionaler Bedeutung. Das Flächenmanagement auf ihrem Stiftungseigentum richtet sie ganz auf die Bewahrung und Schaffung wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen aus. Derzeit gehören ihr rund 15.000 Hektar in über 220 deutschen Schutzgebieten.
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Datum: 18.03.2013 - 12:51 Uhr
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