Freiburghaus gewinnt Journalistenpreis von DOSB und VDS / In den Wettbewerbsbeiträgen ging es um Olympische Randgeschichten
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Hockey-Torhüterin Kim Platten (München) und ihre dadurch verpasste
Chance auf eine Olympia-Teilnahme in London hat Katrin Freiburghaus
(München) den 1. Preis im vom DOSB geförderten Berufswettbewerb des
Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) beschert. Der Wettbewerb
stand 2012 unter der Überschrift "Olympische Randgeschichten". Der
mit 2000,- Euro dotierte Preis wurde am Montag beim Galaabend auf der
VDS-Hauptversammlung in Mainz von Beachvolleyball-Olympiasieger Jonas
Reckermann und Christian Klaue, Pressesprecher des Deutschen
Olympischen Sportbundes (DOSB), überreicht.
Freiburghaus (29) beschrieb am 12. Juli 2012 in der Süddeutschen
Zeitung unter der Überschrift "Zurück im Panzer" Plattens Kampf um
ein Comeback nach einer achtmonatigen Verletzungspause wegen einer
Teilruptur des Kreuzbandes. "Es ließe sich gut damit leben, dass es
nicht ihre Spiele sind. An dem Wissen, dass sie es hätten sein
können, trägt sie schwer", schrieb Autorin Freiburghaus und ließ ihre
Leser die Enttäuschung Plattens über die verpasste Olympia-Teilnahme
mitfühlen.
Die Arbeit von Rudertrainer Klaus Weber stand im Mittelpunkt der
Geschichte von Ingo Feiertag (Allensbach) vom Südkurier (Ausgabe 22.
Dezember 2012), mit der er den mit 1500,- Euro dotierten zweiten
Preis gewann. Weber, Coach beim RC Undine Radolfzell, trainierte
Achter-Schlagmann Kristof Wilke in dessen Jugend und hatte damit
Anteil am Olympiasieg des Deutschland-Achters in London. "Weber ist
einer, der gerne mit anpackt, wenn etwas zu tun ist. Er ist ein
Macher, ein Handwerker fürs Grobe, aber auch einer mit dem feinen
Händchen für junge Ruder-Talente, die er in schöner Regelmäßigkeit
ganz nach oben bringt", heißt es in dem Beitrag. Feiertag (36)
beobachtete den 63 Jahre alten Coach sowohl beim Public Viewing des
Olympiafinals als auch beim Jugendtraining an einem nebligen
Dezember-Tag. Seiner Geschichte gab er die Überschrift "Der
Meistertrainer vom Bodensee".
Im übertragenen Sinne ins Boot gestiegen ist auch Detlef Vetten
(Berlin), der Gewinner des dritten Preises (1000,- Euro). "Besessen
vom 'armen Sport'" steht über seinem Beitrag im Olympia-Buch "Stars &
Spiele" des mittlerweile eingestellten dapd-Sportdienstes. Vetten
(56) begleitete die Potsdamer Kanuten, allen voran Olympiasieger
Sebastian Brendel, auf ihrem Weg zu den Spielen nach London. Er
beschreibt ihr Leben, die Anziehungskraft des Sports und die geringe
Anerkennung, die ein Kanu-Olympiasieger dafür bekommt. "240 Schläge
vom Start bis ins Ziel, mindestens 120 davon bereiten Schmerzen. Das
ist wirklich nichts für Weicheier. Das tun sich nur Menschen an, die
von ihrem Tun besessen sind", heißt es in Vettens Text.
Insgesamt waren zehn Beiträge eingereicht worden, in denen
Journalistinnen und Journalisten der Faszination Olympias auf den
Grund gingen und Menschen beobachteten, die für gewöhnlich nicht im
Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Das sind neben oft unbekannten
Athleten auch Trainer und Betreuer, Organisatoren, freiwillige Helfer
und Millionen leidenschaftlicher Fans, die vor Ort dabei sind und für
den Erfolg arbeiten oder die Stimmung anheizen. Zu Hause sind das
unter anderem Freunde und Familie der Athleten, der Hallenwart, der
seit Jahr und Tag früh morgens die Halle aufschließt und spät abends
wieder zuschließt, der Jugendtrainer, der den Olympiasieger im
Kindesalter entdeckte, oder der Lehrer, der es mit seinem Engagement
einem Sportler ermöglicht, Schule und Sportkarriere unter einen Hut
zu bringen und zum Olympioniken zu reifen. Die Genannten und all jene
Ungenannten gehören genauso zu Olympia, werden jedoch häufig
übersehen, weshalb der DOSB den Wettbewerb im Jahr 2012 unter die
Überschrift "Olympische Randgeschichten" gestellt hatte.
Über den Sieg entschied eine siebenköpfige Jury, der der
Ex-Chefredakteur des Kicker-Sportmagazins und jetzige Chefredakteur
der Olympischen Sport Bibliothek, Wolfgang Uhrig, vorsaß. Außerdem
gehörten ihr Angela Bern (Chefredaktion SID), Hans Wilhelm Gäb
(Deutsche Sporthilfe), Steffen Haffner (Ex-Sportchef Frankfurter
Allgemeine Zeitung), Dieter Kühnle (IOC-Berater), Ludger Schulze
(Ex-Sportchef Süddeutsche Zeitung) und Christian Klaue an.
Der DOSB schreibt den von ihm mit insgesamt 4500,- Euro
geförderten VDS-Preis jeweils unter einem besonderen Thema aus. 2013,
im Jubiläumsjahr des Sportabzeichens, steht er unter der Überschrift
"100 Jahre Deutsches Sportabzeichen". Die Veröffentlichung der
Ausschreibung erfolgt in den nächsten Wochen.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist das Dach des
deutschen Sports. Er vereint 98 Mitgliedsorganisationen mit über
91.000 Vereinen und 27,8 Millionen Mitgliedschaften. Die drei
Siegertexte finden Sie auf der Homepage des DOSB unter www.dosb.de.
Pressekontakt:
Deutscher Olympischer SportBund (DOSB)
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
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Datum: 19.03.2013 - 09:53 Uhr
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