Der kleine Frühlingsbote ist in seiner Existenz gefährdet
ID: 837117
sich ausführlich dem Kuckuck
Er gilt als Frühlingsbote, aber die Existenz des scheuen Vogels
ist gefährdet: Der Kuckuck steht in Deutschland auf der Vorwarnliste
zur so genannten "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tiere.
Das berichtet die Landzeitschrift daheim in Deutschland aus dem
Verlag Reader's Digest in ihrer April/Mai-Ausgabe. Zwar leben in
Deutschland nach Expertenschätzungen noch bis zu 97.000 Paare des
Vogels, der mit seinem markanten "ku-ku"-Rufen den Beginn des
Frühlings verkündet, aber immer öfter findet das Tier keinen
Lebensraum mehr. Der Grund: Wo vielfältige Landschaften verschwinden
und der Einsatz von Insektiziden das Nahrungsangebot verringert, sind
die Bestandszahlen rückläufig.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Klimawandel den Lebensrhythmus
der Tiere beeinflusst. Der Kukuck ist bekanntlich ein
Brutschmarotzer. Das Weibchen legt seine Eier in fremde Nester, wo
die Kinder über mehrere Wochen hinweg von den falschen Eltern
gefüttert werden. Je nachdem, auf welchen Wirtsvogel die Vögel
geprägt sind, passen sich die Kuckucks-Eier farblich an: Mal
einfarbig bläulich, mal gesprenkelt, mal gefleckt. Im Regelfall
schlüpfen die Jungtiere nach zwölf Tagen Brutzeit und damit deutlich
vor dem Nachwuchs des Wirtsvogels. Doch dieser Zeitplan der Natur
geht immer seltener auf. Denn die zunehmend milden Winter in Europa
sorgen dafür, dass viele Wirtsvögel über die Wintermonate nicht mehr
ins warme Afrika fliegen oder aber im Frühjahr vorzeitig aus den
warmen Gefilden zurückkehren. Und das hat, wie daheim in Deutschland
in seiner neuen Ausgabe aufzeigt, gravierende Folgen für den Kuckuck.
Wenn er im April aus seinem Winterquartier zurückkommt, sind die
Reviere hierzulande immer öfter schon durch andere Vögel besetzt, die
Brut des Wirtsvogels ist bereits weit fortgeschritten und das
Kuckuck-Weibchen kann seine Eier nicht mehr unentdeckt im Nest des
Wirtsvogels ablegen. In der Konsequenz sinkt der Bestand des Kuckuck.
Warum er seinen Nachwuchs durch andere Vögel aufziehen lässt, ist bis
heute nicht vollständig erforscht.
Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne
zur Verfügung. Die Zeitschrift daheim in Deutschland (Ausgabe
April/Mai) ist ab dem 18. März am Kiosk erhältlich.
Artikel aus der April/Mai-Ausgabe zum Download:
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Datum: 19.03.2013 - 10:00 Uhr
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