Politischer Abend: Big Data - Chance für Deutschland

Politischer Abend: Big Data - Chance für Deutschland

ID: 838433

Zweiter Politischer Abend von Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und Initiative D21: Experten fordern offene Diskussion um Chancen und Möglichkeiten von Big Data



(firmenpresse) - Am Thema Big Data kommt man heute nicht mehr vorbei: 1,8 Zettabyte an Daten wurden im letzten Jahr weltweit produziert. Ein Zettabyte entspricht einer Trilliarde Byte. Prognosen zufolge verdoppelt sich das Volumen alle zwei Jahre. „Big Data heißt nicht nur große Datenmengen, sondern auch Vielfalt unterschiedlicher Datentypen und -strukturen sowie hohe Entstehungsraten und Auswertung möglichst in Echtzeit. Daraus ergeben sich häufig völlig neue Erkenntnisse zu bislang versteckten Zusammenhängen und Handlungsmöglichkeiten. Unternehmen, die lernen Big Data intelligent einzusetzen, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil“, betonte Dr. Marianne Janik, Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21 sowie der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH vor den rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Der richtige Umgang mit den vorhandenen und anfallenden Datenmengen wird immer wichtiger. Die Gesellschaft muss sich schon heute mit den zentralen Fragen auseinandersetzen, die sich durch die stetig wachsenden Datenmengen zwangsläufig stellen: Wie können wir die Datenberge besser nutzen? Welchen Einfluss wird Big Data auf unser Leben in der Zukunft haben? Welche Branchen und Geschäftsmodelle werden beeinflusst, und wie sieht das Arbeiten der Zukunft aus? Was ist noch zu tun, damit Deutschland hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann? Dr. Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), gab eine Einführung zu Big Data aus Datenschutzsicht und stimmte so Podiumsteilnehmer und Publikum kritisch auf das Zukunftsthema ein: Weichert zeigte auf, welche Risiken mit Big Data für unsere Gesellschaft verbunden sind, wenn nicht darauf geachtet wird, dass die Anforderungen des Grundrechtsschutzes und der demokratischen Transparenz gewahrt werden. „Die aktuelle Big-Data-Euphorie mag kommerziell und informationstechnisch eine Grundlage haben. Demokraten und Bürgerrechtler muss diese Diskussion zutiefst beunruhigen, da zentrale grundrechtliche und demokratiepraktische Fragen bisher unbeantwortet geblieben sind: Wie können die datenschutzrechtliche Zweckbindung und Big Data miteinander in Einklang gebracht werden? Welches Datenverarbeitungsmanagement ist nötig, um die Nutzung der verarbeiteten Daten zum Nachteil der Betroffenen, etwa für Manipulation und Diskriminierung, zu verhindern?“ fragte Weichert. Statt Jubelarien zu Big Data zu singen, seien Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aufgefordert, diese Fragen zu beantworten. „Die Datenschutzbeauftragten werden ihren Beitrag gerne zu den Antworten leisten“, versprach Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein.



Prof. Dr. Wrobel, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Dr. Marianne Janik, Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft sowie des Gesamtvorstands der Initiative D21, Dr. Thilo Weichert und Manuel Höferlin, MdB (FDP), diskutierten im Anschluss über die Chancen und Herausforderungen, die sich aus der Entwicklung und dem Einsatz von Big-Data-Technologien ergeben.

"Es ist wichtig, dass Grenzen und Möglichkeiten von Big Data nicht nur in verborgenen Kreisen bekannt sind, sondern dass ein offener, transparenter Umgang möglich ist. Erst wenn man eine neue Situation beschreiben und begreifen kann, verliert sie ihren Schrecken“, sagte Manuel Höferlin MdB. Bei Big Data seien wir erst am Anfang. Die Herausforderung würde auch darin liegen, die Datenmengen überhaupt nutzbar zu machen. „Denn noch sitzen wir auf einem Haufen Daten. Wenn wir Wege finden, Nutzen aus den Daten zu ziehen ist dies kein Selbstzweck. Wir müssen verschiedene Zwecke unterschiedlich bewerten können. Was noch akzeptiert werden kann und was nicht, wird Gegenstand der gesellschaftlichen Diskussion sein.“, so Höferlin weiter.

Prof. Dr. Stefan Wrobel richtete den Blick der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Zukunft: „Daten sind der Rohstoff der Zukunft.“ Ihre intelligente Nutzung schaffe Vorteile im globalen Wettbewerb – bessere Produkte, effizientere Produktion, ressourcenschonendes Wirtschaften. „Mit den richtigen Ansätzen sind Datenschutz und Big Data kein Widerspruch."
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Datum: 20.03.2013 - 13:33 Uhr
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