Tragekomfort: sehr gut
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Gezielte Unterstützung bei der Vermarktung von Bekleidung / Umfangreiche Labortests für eine optimale Produktentwicklung

(PresseBox) - Zur Auslobung spezieller Eigenschaften von Bekleidungsartikeln greifen bereits viele Hersteller und Händler auf unabhängige Nachweise und Zertifizierungen durch neutrale Einrichtungen wie die Hohenstein Institute zurück. Aber auch für eines der wesentlichsten Qualitätsmerkmale von Bekleidung aller Art - den Tragekomfort - bieten die Experten des schwäbischen Prüf- und Forschungszentrums ein umfassendes Spektrum international etablierter Prüfleistungen an. Diese ermöglichen eine objektive Analyse und Bewertung der Kenngrößen, die für das Komfortempfinden maßgeblich sind. Die im Labor ermittelten Messwerte lassen sich in Form einer ohne Fachkenntnisse verständlichen Tragekomfortnote darstellen, die beim Kauf von Textilien mehr Transparenz und Vergleichbarkeit schafft - sowohl für Endverbraucher als auch für andere Anwender wie Einkäufer von Leasingbetrieben oder öffentliche Beschaffer.
Die Hohenstein Institute gehören zu den Pionieren auf dem Gebiet der quantitativen Bestimmung des Tragekomforts, also der Wechselwirkung zwischen dem menschlichen Körper, dem Klima und der getragenen Kleidung. Viele der heute weltweit gültigen Prüfmethoden, Messapparaturen und Normen in diesem Bereich sind auch das Ergebnis der Hohenstein Forscher und ihrer Jahrzehnte langen Erfahrung. Die Bewertung des Tragekomforts von Bekleidung beruht dabei auf zwei zentralen Einflussgrößen - ihren thermophysiologischen Eigenschaften sowie den hautsensorischen Merkmalen.
Zu den thermophysiologischen Aspekten zählen die Wärmeisolation und das Feuchtemanagement, also wie gut die Textilien in definierten Tragesituationen den Träger wärmen und gleichzeitig den Schweiß zwischenspeichern bzw. vom Körper wegleiten können. Dazu werden beispielsweise der Wasserdampfdurchgangswiderstand als Maß für die Atmungsaktivität, die Schweißpufferung und der Schweißtransport sowie die Trocknungszeit von textilen Materialien gemessen. Die hautsensorische Qualität gibt darüber Auskunft, wie sich das Textilmaterial auf der Haut anfühlt, also zum Beispiel ob es beim Schwitzen unangenehm auf der Haut klebt oder sich durch eine zu steife Machart nicht ausreichend der Körperform anpasst.
Produktvergleich leicht gemacht
Die ebenfalls in Hohenstein entwickelte Tragekomfortnote liefert eine Gesamtaussage über die Komforteigenschaften von textilen Materialien. Die Notenskala von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) entspricht dem deutschen Schulnotensystem und bringt mit Hilfe zugrunde liegender Formeln auf anschauliche Weise die Messergebnisse der Labortests zum Ausdruck. Die für den physiologischen Komfort ausschlaggebenden Kennzahlen und Parameter werden dabei je nach Verwendungszweck der Prüfmuster unterschiedlich gewichtet - für funktionelle Sportbekleidung etwa gelten andere Formeln als für Gewebe, aus denen Schutzbekleidung hergestellt wird.
Der Komfort hängt somit von unterschiedlichen Situationen ab, denen der Träger ausgesetzt ist: Bei niedrigen Umgebungstemperaturen und nur mäßiger körperlicher Aktivität muss die Bekleidung für eine gute Tragekomfortnote vor allem eine angepasste Wärmeisolation und eine gute Atmungsaktivität besitzen. Je stärker der Träger hingegen in Folge zunehmender Außentemperaturen und gesteigerter Aktivität schwitzt, desto geringer muss die Wärmeisolation sein, und umso besser sollte das Textilmaterial in der Lage sein, den verstärkt produzierten Schweiß abzupuffern. Große Schweißmengen aufgrund sehr hoher Umgebungstemperaturen und/oder großer körperlicher Anstrengungen müssen effektiv vom Stoff aufgenommen und möglichst schnell vom Körper wegtransportiert werden. Zudem sollte die Kleidung schnell trocknen, um ein Auskühlen in Ruhephasen zu verhindern. Für alle denkbaren Tragesituationen sollten die Textilien darüber hinaus über optimale hautsensorische Eigenschaften verfügen, damit eine gute Tragekomfortnote ausgestellt werden kann.
Am Point-of-Sale ist es möglich, die Tragekomfortnote beispielsweise durch die Produktkennzeichnung mit dem Hohenstein Qualitätslabel deutlich sichtbar auszuloben. Da mit diesem Label auch weitere funktionelle Eigenschaften wie der UV-Schutzfaktor, eine antimikrobielle Wirkung oder schmutzabweisende und geruchshemmende Ausrüstungen überprüft und zertifiziert werden können, erhält der Kunde auf einen Blick eine umfassende Aussage über die Qualitätsmerkmale eines Artikels.
Von der Idee zum Erfolgsprodukt
Abgesehen von der Tragekomfortnote zur Produktvermarktung unterstützen die bekleidungsphysiologischen Laboruntersuchungen Hersteller aber auch gezielt bei der Entwicklung von Textilien, beispielsweise wenn es darum geht, die verwendeten Materialien optimal auf unterschiedliche klimatische Bedingungen oder spezifische Einsatzbereiche wie sportliche Aktivitäten abzustimmen.
Bei der Neuentwicklung von Bekleidung können zunächst orientierende Messungen mit einer großen Anzahl von Textilproben durchgeführt werden, um besonders wichtige Kenngrößen für das Endprodukt zu ermitteln und so ungeeignete Textilien von vornherein auszuschließen. Für Sporttextilien wäre der Schweißtransport beispielsweise eine solche Kenngröße. Anschließend folgt die Überprüfung des Tragekomforts an einigen wenigen Materialmustern des neuen Produkts. In einem weiteren Schritt könnten die fertig konfektionierten Kleidungsstücke mit Hilfe der thermischen Gliederpuppe "Charlie" untersucht werden, mit der sich Körperbewegungen und je nach Körperbereich unterschiedliche Hauttemperaturen simulieren lassen. Abhängig vom Einsatzzweck der Kleidungsstücke sind im Anschluss weitere Labortests mit menschlichen Probanden sinnvoll, bei denen die spezifische Tragesituation nachgestellt und die Messergebnisse der Musterprüfungen mit denen der Trageversuche in Korrelation gesetzt werden. Um die Umgebungsbedingungen für bestimmte Einsatzbereiche der Bekleidung wissenschaftlich reproduzieren zu können, finden die Untersuchungen mit der thermischen Gliederpuppe sowie die Trageversuche mit den menschlichen Probanden in einer Klimakammer statt, in der sich Faktoren wie die Temperatur, Luftbewegung und Luftfeuchtigkeit einzeln regulieren lassen.
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Datum: 21.03.2013 - 15:27 Uhr
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