Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / TUI / Joussen
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Vom Mobilfunker zum Touristikkapitän: Dem neuen TUI-Lenker
Friedrich Joussen ist persönlich schon manches gelungen, aber mit
seiner Karriere verbinden sich für Beobachter auch ungute
Erinnerungen.
Joussens früherer Arbeitgeber Mannesmann war ein Top-Unternehmen
der deutschen Industrie, das durch neue britische Eigentümer
zerschlagen wurde. Der Röhren-Riese schrumpfte zu Vodafone
Deutschland - einem Mobilfunkanbieter, der heute Smartphones zum
Zwergenpreis von einem Euro bewirbt.
Auch die TUI war einmal ein Riese der deutschen Industrie, als der
Konzern noch Preussag hieß. Stahl- und Bergwerke gehörten dazu,
Tankwaggons, die größte Werft des Landes, schnurlose Telefone als
Hightech-Produkte und vieles mehr. Heute gibt es nur die Touristik.
Einfacher geworden ist der Konzern aber dadurch nicht.
Europaweit firmiert eine Vielzahl von Reisebüros, Agenturen und
Hotels unter dem TUI-Logo, ferner Veranstalter, Fluggesellschaften
und Kreuzfahrtschiffe. Das Kerngeschäft Pauschaltouristik ist in der
britischen Tochter TUI Travel gebündelt. Die gilt mittlerweile als
erste Adresse für Geschäftspartner und Investoren. Die Sorge, dass
der Vorstand in Hannover zu wenig Einfluss auf den Lauf der Dinge
hat, ist begründet, wie die roten Zahlen zeigen.
Dass nun ausgerechnet ein Ex-Vodafone-Manager die Briten bei TUI
im Zaum halten soll, ist bemerkenswert. Immerhin kennt sich Joussen
mit ihnen aus.
Norbert Meyer
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 25.03.2013 - 22:00 Uhr
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