Neue OZ: Kommentar zu Justiz / Wulff

Neue OZ: Kommentar zu Justiz / Wulff

ID: 849785
(ots) - Aufs Ganze

Christian Wulff kämpft also weiter, einerseits mutig, indem er das
vergiftete Friedensangebot der Staatsanwälte in den Wind schlägt.
Andererseits aber auch zaghaft, indem er es bei einer knappen
Erklärung der Anwälte belässt. Wäre jetzt nicht der Moment gewesen,
wieder persönlich in den Ring zu steigen? Die Arbeit der
Staatsanwälte wirkt so zerfahren, so getrieben, dass er ihnen hätte
Paroli bieten können.

Sympathien wären Wulff dabei vermutlich noch keine zugeflogen,
Respekt aber schon. Die mediale Bewertung kippt inzwischen in
beeindruckendem Tempo. Und zu verlieren hat der Ex-Präsident kaum
noch etwas. Die Karriere hinüber, der Ruf ramponiert, die Familie
zerstört, die Freundschaften belastet. Auch seine finanzielle Lage,
die ihren Anteil am Drama hatte, wird sich kaum verbessert haben:
noch eine Trennung, noch eine neue Wohnung, zusätzlich Anwaltskosten
in schwer zu prognostizierender Höhe. Da besteht wenig Grund, ihm im
linken Lager den Ehrensold zu neiden, zumal ja von Tag zu Tag klarer
wird, dass keine handfesten Gründe zum Rücktritt führten.

Im Gegenteil. Wohl keiner im politischen Betrieb der
Bundesrepublik ist in jüngster Zeit derart gründlich durchleuchtet
worden wie Wulff. Jeden Stein drehten die Ermittler in seinem Leben
um und fanden: de facto nichts. Keinen Schwarzarbeiter, keine falsche
Dienstfahrt, keine steuerliche Trickserei, nichts. Am Ende dürfte ein
Gericht eine Klage gegen Wulff mangels Aussicht auf Erfolg kaum
zulassen.

Burkhard Ewert



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zu Bildung / Schulen Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Gesellschaft
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.04.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 849785
Anzahl Zeichen: 1844

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 169 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Justiz / Wulff"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Ulf Poschardt rät Friedrich Merz zur Radikal-Rasur: "Er könnte zum Jason Statham der Konservativen werden" / Kritik an "Panzerfrauen" Weidel und von der Leyen und Lob für Lindne ...
Der Journalist Ulf Poschardt rät Bundeskanzler Friedrich Merz zu einer optischen Veränderung. Auf die Frage, ob sich Merz seine markante "Haarinsel" abrasieren sollte, antwortete Poschardt im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (noz): "Ja. Auf jeden Fall. Ich versteh's

Niedersächsischer IG-Metall-Chef zur VW-Krise: "Die Zeichen stehen auf Konflikt" / Thorsten Gröger kritisiert "Kommunikationsdesaster" des VW-Vorstands - schließt Streiks 2027 n ...
Der niedersächsische Bezirksvorsitzende der IG Metall in Niedersachsen kritisiert die diskutierten Sparpläne bei Volkswagen und die Kommunikation des Konzernvorstands. "Die Zeichen stehen auf Konflikt", sagte Thorsten Gröger im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (n

Verschwundener Windkraft-Betrüger Hendrik Holt: Flughafenbetreiber schließt Flucht via Flughafen Rostock aus / Karsten Lauth: "Das können wir garantieren - alles ist schriftlich dokumentiert&q ...
Nach der Flucht des Windkraftbetrügers Hendrik Holt aus einem Berliner Gefängnis hat die Betreiberfirma des Flughafens Rostock-Laage eine Ausreise Holts via Rostock ausgeschlossen. "Wir können garantieren, dass Hendrik Holt nicht über den Flughafen Rostock-Laage ausgereist ist", sagte


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Bildung / Schulen ...
Auf IGS ausgerichtet So blauäugig kann ja wohl niemand sein: Wenn die Zahl der Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen noch einmal um 50 aufgestockt wird, und damit fast verdoppelt, dann hat dies zwangsläufig gravierende Auswirkungen auf das gesamte System. Das weiß auch Kultusministe

Neue OZ: Kommentar zu Atom / Endlager ...
Die Zeit des Zauderns ist vorbei Gorleben ist zum Synonym für ein Kapitel unsäglicher Debattenkultur geworden. Und zum Inbegriff mangelnder Transparenz, weil die Politik bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager versagt hat. Insofern markiert der 9. April 2013 die historische Chance, doch

Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien / Regierung ...
Gefeiert und geschmäht Diese Frau ließ keinen kalt. Margaret Thatcher wurde gefeiert. Und sie wurde geschmäht, weil sie gegen die Wut des Mobs und der linken Eliten unbeirrt ihren Kurs durchzog. Anlässlich ihres Todes wird die Ex-Premierministerin weltweit mit respektvollen Nachrufen gewü

Neue OZ: Kommentar zu EKD / Papst ...
Signal der Hoffnung Es ist eine Geste, die aus ökumenischer Sicht hoffnungsfroh stimmt: Noch vor den katholischen Bischöfen aus Deutschland hat der neue Papst den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) empfangen. Ob sich Franziskus dieses Signals der Begegnung mit


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z