Riester-Rente: "Wir sollten das Gute nicht schlechtreden"
ID: 850942
Menschen ein sinnvoller Baustein für die Altersversorgung, die immer
wiederkehrende Kritik an ihr nicht gerechtfertigt. Zu diesem Schluss
kommt Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und
Aktuarwissenschaften, im Gespräch mit gdv.de. Ruß kritisiert darin
besonders die "methodischen Schwächen zahlreicher Studien", die bei
den Verbrauchern ein falsches Bild von der Riester-Rente erzeugen.
Denn "wenn man richtig rechnet, bietet eine gute Riester-Rente für
die allermeisten Kunden ein sehr gutes Verhältnis von erwarteter
Rendite zu Risiko", so Ruß. Bei jeder Vergleichsrechnung sollten
neben der staatlichen Förderung auch die garantierten Leistungen und
die Überschüsse mit einfließen.
Unabhängig davon, für welche Riester-Variante man sich
entscheidet, die Renditeerwartung dürfe nicht das einzige
Auswahlkriterium bleiben. Auch die Sicherheit spiele eine wichtige
Rolle. Hier punkten die Versicherungen: Denn die Rentenversicherungen
bieten "ein sicheres Einkommen, selbst wenn ich 90 oder 100 Jahre alt
oder noch älter werde".
Versachlichung der Diskussion
Ruß wünscht sich, dass sich die Diskussion um die Riester-Rente
versachlicht. Ziel müsse es sein, alle Akteure an einen Tisch zu
bekommen, um Vorsorge- und Finanzdienstleistungsprodukte weiter zu
verbessern. Ein pauschales Schlechtreden der Riester-Versicherungen
sei hier nicht zielführend.
Das vollständige Interview lesen Sie auf gdv.de.
Über Jochen Ruß
Jochen Ruß, 42, ist Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und
Aktuarwissenschaften und Gutachter für verschiedene wissenschaftliche
Journale. Darüber hinaus lehrt er an der Universität Ulm und der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Ruß ist Autor von mehr als 70
Fachpublikationen. Für seine Forschungsarbeiten wurde er mit acht
Forschungspreisen in Australien (1997 und 2000), Singapur (1998) und
Deutschland (1999, 2000, 2004, 2006 und 2009) ausgezeichnet.
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Datum: 11.04.2013 - 10:35 Uhr
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