Badische Neueste Nachrichten: Stabilität auf Zeit
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letztmals 2010 ist eine erfreuliche Nachricht. Stabilität in
Kaufkraft und Währung geben Volkswirtschaften Sicherheit und
Zuversicht. Diese Gefühlslage wird leider durch die noch nicht
widerlegte Befürchtung getrübt, dass die Geldflut der Zentralbank
irgendwann in eine heftige Inflation umkippen kann. Arbeitnehmer
freuen sich über den Kaufkraftgewinn, Sparer weniger, denn während
der Nullzinspolitik sparen sie sich arm. Von dem Kaufkraftgewinn
profitieren vor allem Arbeitnehmer. Denn deren Lohneinkommen steigt
mindestens doppelt so stark wie die Inflationsrate. Rentner und
andere Empfänger von Transfereinkommen sind schlechter dran. An dem
bekannten Stoßseufzer der Verbraucher "Alles wird teuer!" dürfte sich
freilich nichts ändern. Die Wahrnehmung steigender Preise ist höchst
unterschiedlich, je nachdem, was der Verbraucher gerade einkauft.
Diese "gefühlte Inflation" ist etwa doppelt so hoch wie die
statistisch festgestellte. Experten sehen sie bei rund drei Prozent.
Ein psychologischer Effekt: Wenn die Konsumenten an der Tankstelle
steigende Spritpreise sehen und das Gemüse plötzlich 20 Prozent
teurer wird, stellt sich bei ihnen ein Gefühl allgemeiner Teuerung
ein, obgleich sich der gesamte Warenkorb unter dem Strich nur moderat
verteuert.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
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Datum: 11.04.2013 - 22:45 Uhr
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