Plan-Fachtagung zum Thema Geburtenregistrierung / Kinderhilfswerk fordert: "Gebt jedem Kind eine Geburtsurkunde!"
ID: 853289
rund 51 Millionen Kinder bei ihrer Geburt nicht registriert - mit
dramatischen Folgen. Ohne Identitätsnachweis führen sie oftmals ein
lebenslanges Schattendasein und sind von vielen grundlegenden Rechten
abgeschnitten. Unter der Schirmherrschaft von Gudrun Kopp, der
Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), veranstaltete
die Kinderrechtsorganisation Plan International heute in Berlin eine
Fachtagung zum Thema Geburtenregistrierung. Expertinnen und Experten
aus Zivilgesellschaft und Politik sowie dem UNHCR, dem
Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, diskutierten im Haus der
Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft über Barrieren und stellten
neue Lösungsansätze vor. Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger
forderte die Bundesregierung auf, Systeme zur Geburtenregistrierung
in der Entwicklungszusammenarbeit umfassend finanziell und politisch
zu unterstützen - und überreichte einen Forderungskatalog an Günter
Nooke, den persönlichen Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin im
BMZ.
Maike Röttger, Plan-Geschäftsführerin: "Das Recht auf eine eigene
Identität ist das erste fundamentale Grundrecht eines Menschen. Ohne
Geburtsurkunde können Kinder und Jugendliche keine weiterführende
Schule besuchen, nicht ausreichend medizinisch behandelt werden oder
nach Kriegen und Katastrophen in ihre Familien zurückgeführt werden.
Ich bin davon überzeugt, dass wir eine universelle
Geburtenregistrierung erreichen können, wenn wir unsere Kräfte und
Expertisen bündeln. Zum Beispiel, indem wir neue Technologien wie die
digitale Registrierung einsetzen."
Plan hat langjährige und fundierte Erfahrungen in der Lobby- und
Projektarbeit zur Geburtenregistrierung. Mit seiner globalen Kampagne
"Count Every Child - Zählt jedes Kind" ermöglichte Plan seit 2005 die
Registrierung von über 40 Millionen Kindern in 32 Ländern und sorgte
für effiziente Registrierungssysteme. Zum Schutz der Kinder
unterstützt Plan Regierungen dabei, die Barrieren für
Geburtenregistrierungen abzubauen. In zehn Entwicklungsländern wurden
dank Plans Einsatz Gesetze und Infrastruktur so verbessert, dass
weitere 153 Millionen Kinder registriert werden können. Starke
Partnerschaften, wie mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk, helfen Plan bei
diesem Anliegen. Im März 2012 verabschiedete der Menschenrechtsrat
erstmals und einstimmig eine Resolution, die sich ausschließlich der
Geburtenregistrierung widmet. Plans Expertise floss in die
Erarbeitung der Vorlage ein.
Pressekontakt:
Plan International Deutschland e.V.
Abteilung Kommunikation
Bramfelder Str. 70
22305 Hamburg
- Kerstin Straub, Leiterin Kommunikation, Tel. 040 61140-251/-281
- Claudia Ulferts, Pressereferentin, Tel. 040 61140-267,
presse@plan-deutschland.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.04.2013 - 15:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 853289
Anzahl Zeichen: 3189
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg/Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 193 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Plan-Fachtagung zum Thema Geburtenregistrierung / Kinderhilfswerk fordert: "Gebt jedem Kind eine Geburtsurkunde!""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Plan International Deutschland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit einem eindringlichen Appell, schnell zu handeln, hat Plan International Deutschland heute in Berlin eine Petition zum Schutz von Mädchen und Frauen im Bürgerkriegsland Sudan an Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler überreicht. "Der Krieg in Sudan wird auf den Körpern von Mä
Jetzt bewerben für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2026 / Journalistenpreis zu Kinderrechten und Berichterstattung aus Krisen- und Konfliktgebieten ...
Noch bis zum 31. März können Medienbeiträge für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2026 eingereicht werden. Die hochkarätig besetzte Jury des Journalistenpreises ehrt herausragende journalistische Leistungen, die auf die Situation von Kindern weltweit aufmerksam machen. Darüber hinaus
Gemeinsam gegen weibliche Genitalverstümmelung / Panel von Plan International zur Einbindung von Männern in die Aufklärungsarbeit ...
Nicht nur Frauensache: Anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) am 6. Februar macht die Kinderrechtsorganisation Plan International deutlich, wie wichtig es ist, auch die Männer aktiv an der Aufklärungsarbeit zu beteiligen. Weltweit sind mehr als 230 Mill
Weitere Mitteilungen von Plan International Deutschland e.V.
Deutsche AIDS-Hilfe zu EuGH-Urteil: Bundesregierung muss Diskriminierungsschutz für chronisch Kranke sicherstellen ...
Der Europäische Gerichtshof hat am Donnerstag in einem Urteil festgestellt: Chronische Krankheiten können als Behinderung im Sinne der europäischen Antidiskriminierungsgesetzgebung gelten. Chronisch Kranke sind damit unter bestimmten Bedingungen vor Benachteiligungen geschützt. Dazu sagt
Reporter ohne Grenzen fordert umfassende Reformen für Medienfreiheit in Venezuela ...
Vor der Präsidentenwahl in Venezuela am kommenden Sonntag (14. April) ruft Reporter ohne Grenzen die Kandidaten auf, den Wechsel an der Staatsspitze für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Politik und Medien zu nutzen. Die Übergangssituation nach dem Tod des langjährigen Staatschefs
Plan: Geburtsurkunde auch für Straßenkinder / Kinderhilfswerk forciert Geburtenregistrierung mit Kampagne ,Count Every Child' ...
Kinder, die auf der Straße leben, brauchen einen Identitätsnachweis. Der internationale Tag der Straßenkinder am 12. April soll den geschätzten 100 Millionen Kindern, die weltweit ohne festen Wohnsitz leben, eine Stimme verleihen und auf ihr Leid aufmerksam machen. Das internationale Kinderh
Zur europäischen »Woche der Gesundheitsfachkräfte«: Neues europaweites Projekt will Gesundheitsversorgung weltweit stärken ...
Rund eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen ausreichenden Zugang zu Ärzten und Gesundheitsfachkräften. Um die globalen Ungleichheiten bei der Versorgung mit Gesundheitsdiensten zu beseitigen, startet zur europaweiten »Woche der Gesundheitsfachkräfte« vom 8. bis 12. April heute das a




