Lausitzer Rundschau: Eine Gewalttat zu viel Zu den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon

Lausitzer Rundschau: Eine Gewalttat zu viel

Zu den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon

ID: 854444
(ots) - Erst am Morgen danach entfalten die Bilder aus
Boston ihre volle Wirkung unter den Menschen in den USA. Da tauchen
die ersten Fotos auf vom jüngsten Todesopfer - einem achtjährigen
Jungen - und die Berichte vom grausamen Schicksal, das die Familie,
die schwer verletzte Tochter und die Mutter erlitten haben. Zu diesem
Schrecken und der Trauer gesellt sich die Unsicherheit darüber, wer
wohl und mit welchen Motiven die Bomben gezündet haben mag. Dies
alles trifft eine Nation, die sich in quälenden Debatten um
wesentliche Fragen wie das Waffenrecht, die Einwanderung und die
Schuldenberge befindet. Eine Nation, die sich nach den Kriegen in
fernen Ländern und den tragischen Blutbädern zu Hause vor allem nach
Frieden sehnt. Wird diese Sehnsucht die Reaktion auf die Bostoner
Bomben bestimmen - was auch immer sich beweisen lassen wird über die
Bombenleger und ihre Ziele? Es liegt ja eine zusätzliche Gefahr in
den Bomben von Boston. Sie könnten das Gefühl der Hilflosigkeit
verstärken. Menschen könnten sich schutzlos ausgeliefert sehen. Und
sie könnten darauf ihrerseits und ganz im Sinne der Täter mit dem
Wunsch nach Gegengewalt und drakonischen Maßnahmen reagieren. Die
entscheidende Auseinandersetzung mit dem Terror von Boston findet
also nicht in den Büros der fieberhaft arbeitenden Fahndungsbehörden
statt. Sie vollzieht sich in den Köpfen der Bürger. So, wie es
derzeit aussieht, werden die Bombenleger dabei nichts zu gewinnen
haben. Für die Mehrzahl der Menschen in den USA ist dies vor allem
eine sinnlose Gewalttat mehr und eine zu viel. Dass Politiker sie vor
solchen Ereignissen schützen könnten, erwartet kaum noch jemand. Die
Bomben haben vor allem eine Welle des Mitgefühls ausgelöst. Die
Helfer, die ohne Zögern den Verletzten zu Hilfe eilten, stehen jetzt
im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Sicher wird die Frage nach der


Herkunft der Täter auch eine Rolle spielen. Und sicher wird auch die
Frage beantwortet werden müssen, ob und wie solchen Taten begegnet
werden kann. Aber die Antworten auf diese Fragen werden die
Diskussion um die Ereignisse nicht bestimmen. Der Boston-Marathon ist
der Ort, an dem Menschen über ihren Alltag hinaus wachsen und sich
beweisen wollen, dass sie zu Außergewöhnlichem in der Lage sind. Auch
deswegen war diese Terrortat genau dort die eine zu viel - sie wird
nicht zu neuen kriegerischen Auseinandersetzungen und auch nicht zu
weiteren Einschränkungen der Bürgerrechte führen. Es spricht alles
dafür, dass die Menschen in den USA jetzt auf eine ganz andere Art
reagieren: Wenn es einen jeden treffen kann, kann auch ein jeder
seine helfende Hand reichen und sein Mitgefühl zeigen. Dies wäre,
sollte es dabei bleiben, endlich die längst notwendige Antwort auf
solche Herausforderungen grenzenloser Gewalt.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Die Botschaft von Boston

= Von Martin Bewerunge Weser-Kurier: Sicherheitsexperte Rolf Tophoven für Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.04.2013 - 20:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 854444
Anzahl Zeichen: 3213

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Cottbus



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 198 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Eine Gewalttat zu viel

Zu den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Eine Regel zu viel - zur 2G-plus-Praxis in der Gastronomie ...
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die

Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet

Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü


Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau


Rheinische Post: Dem Sport droht Gefahr = Von Martin Beils ...
Die Attraktivität des Sports, seine weltweit wirkende Faszination, ist auch seine Schwäche. Der Sport genießt so viel Aufmerksamkeit, dass er unter einer andauernden Bedrohung steht. Es besteht ständig die Gefahr, dass Terroristen diese große Bühne missbrauchen. Auf mehr als eine Milliarde

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Boston/Anschläge ...
Die Angst kehrt zurück - solche Schlagzeilen sind nach schockierenden Ereignissen wie in Boston schnell formuliert. Und sie treffen sicher die erste Reaktion auf die schrecklichen Bilder. Doch die US-Gesellschaft ist robuster geworden. Von links bis rechts haben die Amerikaner gut in Erinnerung,

Rheinische Post: Die Botschaft von Boston = Von Martin Bewerunge ...
Auf der Wahllosigkeit, mit der er Menschen zu Opfern macht, beruhen Wirkung und Wesen des Terrors. Warum muss ein achtjähriger Junge, der am Ziel des Bostoner Marathons auf seinen Vater gewartet hat, glücklich, ihn nach erfolgreichem Lauf in die Arme schließen zu können, sterben? Warum enden

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu dem Anschlag in Boston ...
Der Terror von Boston stellt die Amerikaner auf eine Probe. Wie umgehen mit dem ersten geglückten Anschlag auf amerikanischem Boden seit dem 11. September? Um es vorweg zu nehmen: So schrecklich und unbegreiflich das Marathon-Massaker an Meile 26,2 auch ist, die Ereignisse vor mehr als zehn Jah


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z