Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur / Institute / Aufschwung
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Das passt zum Frühlingserwachen: Die Deutschen dürfen sich über
eine wieder stärker anziehende Konjunktur freuen. Entsprechend werden
Löhne steigen und Arbeitslosenzahlen sinken, so die führenden
Wirtschaftsforscher. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten.
Zu Recht weisen die Forschungsinstitute darauf hin, dass die
Konsolidierungserfolge der Regierung bescheiden sind. So profitiert
der Finanzminister von extrem niedrigen Zinsen. Das ist aber kein
nachhaltiger Erfolg, weil die Zinsen schnell wieder steigen können.
Zudem sieht es in der Nachbarschaft düster aus. Die Banken- und
Staatsschuldenkrise ist noch lange nicht überwunden. Wichtige Länder
wie Italien und Spanien stecken in der Rezession oder sind wie
Frankreich davon bedroht. Insgesamt ist und bleibt der Euro-Raum
konjunkturell eine Problemzone.
Deshalb besteht auch in Deutschland kein Grund zur Entwarnung.
Stattdessen muss die Bundesrepublik mit weiteren Belastungen durch
die Euro-Krise rechnen und sich zudem auf neue Herausforderungen
einstellen: etwa die demografische Entwicklung, die die sozialen
Sicherungssysteme auf eine Bewährungsprobe stellen wird. Kurzum:
Deutschland sollte seine aktuelle Stärke nutzen, um sich für die
Zukunft zu wappnen. Denn es kommen auch wieder schwierigere Zeiten.
Uwe Westdörp
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Datum: 18.04.2013 - 22:00 Uhr
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