Dittmar: Homophobie weltweit ächten!

Dittmar: Homophobie weltweit ächten!

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Dittmar: Homophobie weltweit ächten!



(pressrelations) - ?Menschenrechtsverletzungen aufgrund Homosexualität? lautete ein Vortrag des Bundesvorsitzenden des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SPD [Schwusos] im Rahmen des Gesprächskreises ?Menschenrechte? des SPD-Parteivorstandes. Dittmar dazu:

?Leider werden in rund 80 Staaten weltweit homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen immer noch staatlich verfolgt. Das Strafmaß reicht von der Todesstrafe über Körperstrafen wie Stock- und Peitschenschläge bis hin zu Geld- und Haftstrafen von bis zu 25 Jahren. Eine ernüchternde und zugleich erschreckende Bilanz der rechtlichen Situation aufgrund sexueller Identität.?

Einzelbeispiele wie die öffentliche Hinrichtung zweier homosexueller Jugendlicher 2005 im Iran zeigen immer wieder die unerträgliche rechtliche aber auch menschliche Situation vieler Homosexueller weltweit auf. Seit der Machtübernahme der Regierung Mahmud Ahmadinedschads hat sich Berichten zufolge die Lage für Homosexuelle noch verschlimmert. Allein im Jahr 2008 sind über 280 Männer wegen angeblicher homosexueller Handlungen z.T. öffentlich hingerichtet worden. Aber auch die Berichte nichtstaatlicher Milizen, die Homosexuelle mit größter Brutalität foltern und hinrichten machen deutlich, dass hier dringender Handlungsbedarf ist.

Aber auch vor unserer Haustür kommt es zu Menschenrechtsverletzungen aufgrund von Homosexualität. In Europa gibt es vielfach homophobe Übergriffe, die Strafverfolgung durch den Staat kann mangelhaft sein und es kommt zu Einschränkungen bei Demonstrationen gerade in osteuropäischen Ländern?, führt Dittmar fort.

?Die Schwusos werden weiterhin für die Verbesserung der internationalen Situation einstehen und gegen diese erschreckenden Menschenrechtsverletzungen kämpfen. Homophobie muss weltweit geächtet werden. Aber wir wollen auch die notwendige Sensibilität im Land für das Thema fördern. Das heißt auch eine Änderung der derzeitigen Asylpraxis - damit es nicht erneut zu so unmöglichen Gerichtsentscheidungen, wie des iranischen Flüchtlings kommen, der in Bad Hersfeld auf seine Abschiebung in den Iran wartet. Einen schwulen Mann in den Iran abzuschieben bedeutet, ihn in den sicheren Tod zu schicken.?, so Dittmar abschließend.




Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Arbeitskreis Lesben und Schwule (Schwusos)
Bundesvorstand

Ansgar Dittmar
Vorsitzender
SPD / Schwusos
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin
dittmar@schwusos.de
www.schwusos.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 27.04.2009 - 10:21 Uhr
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