Hämatopoetische Stammzellen: Vorstellung neuer Erkenntnisse beim 18. Kongress des Europäischen Hämatologenverbandes
ID: 859288
Hämatopoetische Stammzellen (HSZ) besitzen die Fähigkeit, ein
Leben lang Blutzellen zu erneuern. Der HSZ-Pool muss in der Lage
sein, den mit seiner lebenslangen Aktivität einhergehenden zellulären
Stressfaktoren standzuhalten. Die HSZ werden von besonderen Zonen im
Knochenmark geschützt, die "Nischen" genannt werden. Neue
Technologien erlauben die Analyse verschiedener Kompartimente im
Knochenmark und deren funktionale Auswirkungen auf HSZ. HSZ bestehen
ein Leben lang; ihr Proliferations- und ihr Quieszenz- (oder Ruhe-)
zustand befinden sich im Gleichgewicht. Daher wird der Zellzyklus der
HSZ von Faktoren innerhalb und ausserhalb der Zelle kontrolliert.
Im Verlauf der Alterung kann sich dieses fein abgestimmte
regulatorische Netzwerk verändern und zu einer abnormalen
HSZ-Regulierung führen. Die funktionale Qualität der HSZ nimmt, zum
Teil aufgrund einer Anhäufung beschädigter DNA, mit dem Alter ab und
führt zu einem vermehrten Auftreten von hämatologischen Malignomen.
Die Faktoren, die die DNA der HSZ und den Schutzmechanismus innerhalb
dieser Zellen beschädigen, werden allmählich besser verstanden.
Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Leukämie sich aus einer
malignen Stammzelle entwickelt, die leukämische Stammzelle (LSZ) oder
Krebsstammzelle (KSZ) genannt wird. Aktuelle Forschungsergebnisse
legen nahe, dass humane Leukämien sich in einem schrittweisen Prozess
entwickeln, dem multiple erworbene Mutationen in Zellklonen zugrunde
liegen, die zur klinischen Erkrankung führen. Neue Erkenntnisse über
die Biologie der LSZ werden uns helfen, Behandlungen mit höherer
Wirksamkeit zu entwickeln.
Menschliche iPS-Zellen, induzierte pluripotente Stammzellen, die
aus somatischen Zellen gewonnen werden, bieten vielversprechende
Möglichkeiten für die Zelltherapie in der regenerativen Medizin, die
Stammzellenmodellierung humaner Erkrankungen und neue Methoden des
Wirkstoff-Screenings. Es gibt jedoch ernsthafte Sicherheitsbedenken
in Bezug auf den Einsatz von iPS-Zellen in der Zelltherapie. Aktuelle
Erfolge in der Zelltherapie mit iPS-Zellen werden vorgestellt und
diskutiert.
Pressekonferenz: Freitag, 14. Juni 2013 von 08:30 bis 10:00 CET in
der Stockholmsmässan.
Für Mitglieder der Presse ist die Anmeldung kostenlos. Um Ihren
persönlichen Link zur Online-Anmeldung zu erhalten, senden Sie uns
bitte eine E-Mail mit Ihrer Akkreditierung an
communication@ehaweb.org.
http://www.ehaweb.org
Pressekontakt:
EHA Executive Office, Ineke van der Beek, Jon Tarifa, E-Mail:
communication@ehaweb.org, Telefon: +31(0)70-3020-099
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.04.2013 - 09:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 859288
Anzahl Zeichen: 2927
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Den Haag, Niederlande
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 327 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hämatopoetische Stammzellen: Vorstellung neuer Erkenntnisse beim 18. Kongress des Europäischen Hämatologenverbandes"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
European Hematology Association (EHA) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verringerung des Verwaltungsaufwands im Interesse von Qualität und Patientensicherheit Klinische Prüfungen sind Forschungsstudien, die an Freiwilligen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Arzneimittel und Therapien zu bewerten. Ihre Ergebnisse werden von den Zulassungsb
European Hematology Association: Vorteil im Gesamtüberleben mit Daratumumab plus Lenalidomid und Dexamethason (D-Rd) bei älteren Patienten mit transplantationsunfähigem neu diagnostiziertem multipl ...
Die Phase-3-Studie MAIA untersuchte D-Rd im Vergleich zu Rd bei 737 Patienten, die für eine Hochdosis-Chemotherapie und autologe Stammzelltransplantation nicht in Frage kamen. Die primäre Analyse der MAIA-Studie zeigte eine 44%ige Reduktion des Risikos einer Krankheitsprogression oder des Todes na
European Hematology Association: Ibrutinib + Venetoclax als Erstbehandlung bei chronischer lymphatischer Leukämie/kleinzelligem lymphozytischem Lymphom wirkt besser als Chlorambucil + Obinutuzumab ...
Die Kombination von Ibrutinib und Venetoclax kann bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie/kleinzelligem lymphozytischem Lymphom (CLL/SLL) aufgrund der komplementären Wirkmechanismen der beiden Zieltherapien wirksam sein. Ibrutinib mobilisiert CLL-Zellen aus den Lymphknoten und hemmt d
Weitere Mitteilungen von European Hematology Association (EHA)
Make-A-Wish(R) International feiert den World Wish Day(R) mit dem Start der bisher größten Kampagne für gesellschaftliches Engagement ...
Im April dieses Jahres startete Make-A-Wish International die bisher grösste Einzelkampagne der Organisation für gesellschaftliches Engagement - unter worldwish.org/shareyourwish. [http://www.worldwish.org/shareyourwish ]. Die Initiative wurde ins Leben gerufen, um dringend benötigte Geldm
Weltweit erste Regierung führt staatliche Verordnung zur Sepsisbehandlung ein ...
New York und London - Die Rory Staunton Foundation und die Global Sepsis Alliance gaben heute bekannt, dass sie künftig gemeinsam im Kampf gegen Sepsis antreten werden, ein Krankheitsbild, das jährlich acht bis neun Millionen Menschleben fordert. Ziel der Zusammenarbeit ist, weltweit auf das Thema
Micro-Stimulation kann Medikamentengaben verringern ...
Eine wirksame Alternative bieten speziell konstruierte Bewegungsbetten von Thevo, einer Produktserie von Thomashilfen. Chronische Schlafstörungen als Dauerproblem Insbesondere ältere Menschen leiden darunter, dass die Bewegungsaktivitäten des Körpers im Schlaf abnehmen oder ? bei vorliegen
Einmal im Jahr zum Nierentest / Warum Diabetiker ihre Nierenfunktion im Blick behalten müssen ...
Eine häufige Komplikation der Zuckerkrankheit sind Nierenschäden. Weil diese zu oft zu spät entdeckt werden, müssen in Deutschland derzeit 17000 Diabetiker regelmäßig zur Blutwäsche (Dialyse), eine teure und für den Patienten belastende Behandlung, die in vielen Fällen vermeidbar wäre.




